Sonntag, 30. März 2014

[Rezension] Mystic City - Theo Lawrence


Aria Rose hat ihr Gedächtnis verloren. Alle sagen, sie hätte eine Droge namens Stic genommen. Aria kann sich zwar nicht vorstellen, warum das so ist - doch sie versucht sich an ihr "neues" Leben anzupassen. Ein Leben mit einem Verlobten, der bisher zu den Fosters, der gegnerischen Familie, gehörte.
Doch da ist noch Hunter. Hunter ist ein Rebell - jemand, den Arias Familie nicht einmal angucken würde. Aber Hunter ist anders...


Uff, dass ich das Buch gelesen habe, ist wirklich schon eine Weile her. Ich konnte mich nur nicht zu der Rezension aufraffen - kennt ihr das? Ihr beendet ein Buch, ihr wisst genau, wie ihr das Buch empfunden hat, aber diese Empfindungen derartig in Worte zu fassen, dass andere das nachempfinden können - das ist ziemlich schwer.
Vielleicht fange ich einfach mal mit dem Positiven an. In Mystic City ist mir nämlich etwas begegnet, das ich schon lange nicht mehr erlebt habe - eine (zumindest für mich) komplett neue Idee. Mit Mystikern, einer gespaltenen Welt, ja, regelrecht dystopisch angehaucht. Ich mag die Idee, sie gefällt mir wirklich gut. Theo Lawrence hat sich da etwas ausgedacht, das sicher nicht jedem einfallen würde.
Leider sehe ich schon bei der Umsetzung einige Probleme. So gut mir die Idee an sich auch gefällt, so fürchte ich auch, dass man etwas mehr daraus hätte holen können. Ich weiß es nicht, ob es an dem Schreibstil liegt, vielleicht auch an der Übersetzung - aber egal, was der Autor schrieb: ich schien es immer aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Ich war nicht dabei, obwohl ich es gelesen hatte. Ich konnte nicht begreifen, was geschieht, obwohl ich dabei war.
Auch mit der Protagonistin Aria konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Aria ist ein Mädchen, das im Luxus lebt, das viel hat und trotzdem nicht viel weiß. Ja, das hört sich jetzt gemein an - aber irgendetwas an der Art, wie sie sich verhält, den Dingen, die sie sagt, passt mir nicht. Aus ihrer Perspektive zu lesen, wirkt affektiert. Wie gern hätte ich sie gepackt und einfach nur geschüttelt!
Dafür haben mir die anderen Charaktere umso besser gefallen - ob sie nun eine positive Seite verkörperten oder nicht. Immerhin hatten sie Charakter. Da war Hunter, der weiß, wofür er kämpft. Thomas (Arias Verlobter), der immerhin seine eigenen Ziele verfolgt. Arias Eltern, die zwar kalt, aber dennoch irgendwie gut durchdacht waren. Nur bei Aria selbst scheint Lawrence nicht so viel Erfolg gehabt zu haben.
Mir hat die Geschichte allgemein ziemlich gut gefallen; das war ja auch das, was ich vorhin betont habe. Es sind ausreichend Spannung und auch gute Wendungen dabei, die ich so ganz sicher nicht erwartet hatte. Dennoch fiel es mir schwer, voran zu kommen. Das schiebe ich an der Stelle allerdings auf die Übersetzung - ansonsten ist das Buch wirklich... ja, okay. Okay hört sich grundsätzlich doof an (Kennt ihr das? "Nett" ist der kleine Bruder von...? So hört sich auch Okay an. :D), aber ich glaube, dass man bei Mystic City sich einfach die Meinung selber bilden muss. Ob ich den zweiten Band lesen muss? Nicht unbedingt. Ich glaube, ich komme auch gut damit aus, nicht zu erfahren, was mit Aria und Hunter passiert...


"Mystic City" ist ein durchschnittlicher erster Band. Die Geschichte, die sich der Autor ausgedacht hat, ist gut - dennoch hapert es an der Umsetzung. Auch mit der Protagonistin Aria hatte ich einige Schwierigkeiten. Letztendlich ist es nicht unbedingt ein Must-Read - wer aber (wie ich) von dem Cover und auch der Geschichte angefixt wird, sollte es dennoch mal probieren!


Titel: Mystic City
Hardcover: 416 Seiten
Verlag: Ravensburger
Reihe: 1/3(?)
Preis: 16,99€
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Sonntag, 9. März 2014

[Rezension] Sturz in die Zeit - Julie Cross

Originaltitel: Tempest


Der neunzehnjährige Jackson ist eigentlich ein ganz normaler Junge - abgesehen von der Tatsache, dass er durch die Zeit reisen kann. Er weiß nicht, wieso, er weiß auch nicht genau, wie. Mit seinem Kumpel Adam macht er Versuche, er ist der Einzige, der außer ihm noch davon weiß.
In letzter Zeit passiert es daher häufiger, dass er seine Freundin Holly versetzt. Eines Tages will er in ihre Wohnung, sie ist sauer auf ihn - bis plötzlich zwei Männer eindringen und Holly vor seinen Augen erschießen.
Kann man das Unmögliche möglich machen? Kann Jackson zurück reisen und Holly vielleicht sogar retten?


Ein besonderes Buch! Das beginnt schon bei dem Protagonisten. Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber ich persönlich lese nicht sehr oft von männlichen Hauptfiguren, ganz zu schweigen aus der Ich-Perspektive! Das hat mir aber sehr gut gefallen, ist auch einmal etwas anderes. 
Das Thema "Zeitreisen" ist zwar eher ein bisschen ausgelutscht, aber hier gut ausgeleuchtet. Die Autorin hat nämlich keine klassischen Zeitreisen gewählt, kein Schema á la Rubinrot, sie hat sich nämlich etwas ganz Eigenes ausgedacht. Allein das hat mir schon ziemlich gut gefallen, denn man merkt, dass Julie Cross sich wirklich Gedanken über das, was sie schreibt, gemacht hat. Wenn man "Sturz in die Zeit" aufschlägt, dann kriegt man keine lückenhaften Ideenfetzen präsentiert: man stößt auf eine gut durchdachte und geplante Story.
Kaum dass ich mit dem Lesen begonnen habe, war ich auch schon mittendrin im Geschehen. Jackson und Adam machen gerade ein paar Experimente, obwohl sie eigentlich gerade m
it Holly und ein paar anderen Kinder beaufsichtigen. So erfuhr ich schon die ersten Details über Jacksons Fähigkeit - und war gleich angeregt, weiter zu lesen. Die Kapitel sind meistens etwas kürzer, was das Lesen zusätzlich angenehm macht. Der Stil der Autorin trägt sein weiteres dazu bei - ich fand ihn wirklich sehr angenehm, sehr locker und nicht irgendwie zu detailliert. Ich habe das Buch wirklich förmlich verschlungen, dass ich so gefesselt wurde, ist mir schon lang nicht mehr passiert.
Die Handlung trägt da natürlich noch ihren Teil bei. Sie ist nämlich nicht nur gut gedacht, sondern das Buch ist auch so angelegt, dass da nicht NICHT Spannung aufkommt. Ich verfolgte Jackson bei seinen Sprüngen - ganz einfach, denn bei jedem Kapitel stand das Datum und auch die Zeit drüber, um einfacher mitdenken zu können.
Mir hat Jackson ziemlich gut gefallen. Der Junge ist weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen, er ist ein reifer, junger Mann, der aber auch gerne mal impulsiv handelt. Nicht, weil er dann dumm und unüberlegt wirkt - im Gegenteil. Im Laufe des Buches trifft er sogar noch so einige Entscheidungen, die ich nicht von ihm erwartet hätte. Ich bin also mehr als positiv überrascht!
Auch Holly (sowohl die "alte" als auch die junge, die im Verlauf des Buches auftaucht) ist ein sehr liebes Mädchen. Vielleicht ein wenig misstrauisch, nicht so spontan wie Jackson. Trotzdem passen die beiden zusammen wie ein Puzzleteil zum anderen. (Und was meint ihr, wie erfrischend es ist, wenn schon von Anfang an feststeht, wer zusammen ist! :P)
Alles in allem hat mir "Sturz in die Zeit" wirklich gut gefallen - sonst hätte ich es wohl kaum so schnell gelesen. Es ist wieder mal ein erster Band, aber hier habe ich ein gutes Gefühl, ich glaube, dass die Geschichte und die Autorin wirklich noch so einiges für uns bereithalten. Daumen hoch!


"Sturz in die Zeit" ist der gelungene Auftakt einer Trilogie rund um Jackson und das Zeitreisen. Schon allein die Tatsache, dass es einen männlichen Protagonisten gibt, macht die Geschichte für mich zu etwas Besonderem und ich habe sie regelrecht verschlungen. Volle Punktzahl!


Titel: Sturz in die Zeit
Hardcover: 512 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Reihe: 1/3
Preis: 16,99€
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Samstag, 1. März 2014

[Rezension] Der Preis der Ewigkeit - Aimée Carter

Achtung! Da es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Originaltitel: The Goddess Inheritance


Neun Monate ist Kate gezwungen, in Kronos' und Calliopes Gefangenschaft zu bleiben. Neun lange Monate, bis schließlich Henrys und ihr Sohn Milo zur Welt bekommt. Doch kaum dass sie ihn geboren hat, wird er ihr auch schon wieder entrissen. Ihr ist es zwar möglich, zurück in den Olymp zu gelangen - doch die Wahl, vor die Kronos sie stellt, bleibt doch dieselbe: Ergibt sie sich ihm und wird seine Königin, erhält sie ihr Kind zurück. Ansonsten wird Kronos die gesamte Menschheit vernichten...


Oh, wie lange ich auf den letzten Band rum um Kate und Henry gewartet habe! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß dann erst meine Freude war, als ich das Glück hatte, bei Blogg dein Buch das Schätzchen zu erhalten. :D
Demnach habe ich das Buch auch quasi inhaliert. XD Am besten, ich lese es bald noch ein zweites Mal, es kam nämlich nicht selten vor, dass ich wirklich voller Begeisterung vor dem Buch saß und es mich umso mehr geärgert hat, wenn ich pausieren musste.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass man von Anfang an wieder mitten in der Geschichte drinnen war. Nach dem mehr als fiesen Cliffhanger des zweiten Bandes, hatte ich beinahe erwartet, dass man noch etwas über die Gefangenschaft bei Kronos erfährt. Doch es geht direkt mit der Geburt los! Das, was Kate in den letzten neu
n Monaten erfahren hat, kann der Leser also nur erahnen.
Was komplett ausgelassen wird, sind irgendwelche Flashbacks oder Rückblicke. Das ist etwas schade, denn da seit dem zweiten Band doch etwas Zeit vergangen ist, hatte ich hier und da eine kleine Wissenslücke. Wahrscheinlich hätte ich den Vorgänger einfach nochmals lesen sollen.
Trotzdem kommt man gut mit der Geschichte mit, sobald man sich wieder etwas "eingelesen" hat! Und dann geht die Post erst wirklich ab! Es gibt kaum ein Kapitel, das keine Lust darauf macht, weiterzulesen. Die Autorin setzt gekonnt Spannung ein und hat auch lauter spannende Wendepunkte für den letzten Band der Trilogie in petto! Wie ich bereits erwähnt hatte, es war schwer, sich von dem Buch loszureißen. (Von mir aus hätte es auch ruhig noch ein paar Seiten weitergehen können... :D)
Diese Action muss ich zwar loben, aber leider war es mir, was die Intrigen angeht, auch teilweise etwas zu viel. Dieses Hin und Her von gewissen Personen hätte meiner Meinung nach nicht möglich sein müssen, aber es wäre gelogen, zu behaupten, dass ich mit der Lösung der Geschichte nicht zufrieden bin.
Kate selbst als Protagonistin ist wunderbar wie eh und je. Das ist natürlich auch wichtig, schließlich verbringt man am meisten Zeit mit ihr. Es gefällt mir sehr gut, dass sie ihrem Charakter... treu geblieben ist, dass sie sich nicht verändert hat. Oder sagen wir - nicht negativ oder unrealistisch verändert.
Mit der Geburt ihres Sohnes entwickelt sich noch ein Wesenszug in ihr, der stärker als alle anderen ist, die sie je besessen hat: Liebe. Die Bemühung, Milo wieder zu finden, lässt sie zu einer noch stärkeren Kämpferin werden.
Ich finde sie genial! Was Aimée Carter sich bei Kate ausgedacht hat, ist klasse. Sie ist nicht eine dieser Hauptfiguren, die sich kopflos in Schlachten stürzen und utopische Dinge wollen. Damit meine ich nicht, dass Kate nicht auch mal überstürzt handelt - ich meine damit, dass sie für mich einfach menschlich ist, dreidimensional. Eine Figur, von der ich gern gelesen habe!
Von Henry hören wir leider nicht ganz so viel, aber auch er ist charmant wie eh und je. An seiner Seite sind natürlich noch die ganzen anderen Götter des Olymp, die auch teilweise mehr oder weniger ausgeleuchtet werden. Vor allem von Ava und Walter erfahren wir noch tolle Dinge!
Mein persönlicher Favorit ist und bleibt ja James. ;) Ich habe ihn vom ersten Band an geliebt.
Mit 300 Seiten ist das Buch ziemlich knapp bemessen; umso trauriger, dass die Reihe jetzt beendet ist. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Abschluss, den die Autorin uns bieten konnte!


"Der Preis der Ewigkeit" ist ein würdiger Abschluss für die Trilogie rund um das göttliche Mädchen! Es gibt zwar Kleinigkeiten, die für mich nicht ganz optimal waren, trotzdem ist es ein runder letzter Teil mit viel Spannung und Intrigen! Für alle Fans - unbedingt lesen! Für die, die Reihe noch nicht kennen: unbedingt anfangen!!

Titel: Der Preis der Ewigkeit
Taschenbuch: 300 Seiten
Verlag: Darkiss
Reihe: 3/3
Preis: 9,99€
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Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Mira Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Donnerstag, 20. Februar 2014

[Rezension] Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - Jonas Jonasson


Der hundertjährige Allan Karlsson hat schon einiges in seinem Leben erlebt. Vermutlich mehr als so manch anderer. Doch nur weil er heute Geburtstag hat, sieht er nicht ein, mit Schwester Alice und all den anderen im Altersheim zu feiern. Also klettert er aus dem Fenster. Und erlebt ein weiteres aufregendes Abenteuer...


Bei dem Hundertjährigen handelt es sich wieder mal um ein Buch, das ich schon sehr lange sehr gerne lesen wollte, aber es einfach nie in die Finger gekriegt hatte. Genauso geschah es auch dieses Mal, dass mir das Buch quasi einfach in die Hand gedrückt wurde. 
Also begann ich zu lesen. Was mir gleich gefiel, war, dass es keine großartige Einleitung gab, sondern dass es einfach erzählt wurde, wie es passierte: wie Allan aus dem Fenster stieg. Es geht also praktisch direkt im Geschehen los, was mir sehr gut gefallen hat.
Mir ist außerdem der lockere Schreibstil des Autors aufgefallen. Dieser ist wirklich außergewöhnlich! Jonas Jonasson kann nicht nur gut erzählen, er erzählt trocken - und damit
meine ich den sehr trockenen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. So findet man Sätze wie "Als Julius fünfundzwanzig war, starb erst seine Mutter an Krebs, und ihr Sohn trauerte sehr um sie. Wenig später ertrank der Vater im Sumpf, bei dem Versuch, eine Kuh zu retten. Auch da trauerte Julius sehr, denn er hatte wirklich an der Kuh gehangen" (S. 22), bei denen man nicht weiß, ob man vor Lachen heult oder sich mehr fragt, wie jemand auf solche Ideen kommt. XD
Grundsätzlich kann man das Buch in zwei Erzählstränge gliedern: der eine in der Gegenwart, der mit Allans "Flucht" beginnt, und parallel einen dazu, der aus seiner Vergangenheit erzählt.
Der Erzählstrang der Gegenwart gefällt mir ziemlich gut, denn das, was sich der Autor für Allan und diverse Weggefährten ausgedacht hat, ist wirklich sehr originell - wenngleich auch teilweise etwas absurd. Es macht auf jeden Fall Spaß, dem Geschehen zu folgen.
Der zweite Erzählstrang stimmte mich weniger glücklich. Wie man schon Allans Alter entnehmen kann, hat dieser einiges erlebt. Darunter gibt es auch einige Kriege, und - viel mehr davon - politische Ereignisse. Man kann also beinahe sagen, dass man eine Art Geschichtsbuch liest. Damit meine ich nicht, dass es trocken geschrieben ist. Ich meine nur damit, dass es mir einfach zu viel war. Zu viel Wissen, zu viele Namen (außerdem wurden zum Beispiel auch Stalin oder die Einsteins aufgegriffen) - zu viele Details. Ich gebe ganz offen zu, dass ich einige Dinge nicht nachvollziehen konnte und nicht wusste, wovon der Autor sprach. Da diese Vergangenheitsteile oftmals noch länger als die Kapitel der Gegenwart waren, wurde es nicht selten zäh und anstrengend zu lesen. (Daher habe ich auch so lange für das Buch gebraucht...) Was noch zusätzlich hinzu kam, war die Unglaubwürdigkeit. Ich meine, ich bezweifle ohnehin, dass es je einen Allan Karlsson gegeben hat und grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, wenn "bekannte" Figuren miteinbezogen werden - aber es war einfach "too much". Ich meine, Allan Karlsson hat mit so einer Unmenge an wirklich wichtigen Personen zu tun gehabt - das schafft kein normaler Mensch.
Oft kamen noch Szenen hinzu, die nicht mehr nur absurd waren, sondern für meinen Geschmack einfach zu überzogen. Klar, man muss sich darauf einlassen, das hat ja auch noch mal mit dem Humor des Autors zu tun, aber ich glaube, hin und wieder hat mir da etwas eine Grenze gefehlt.
Das finde ich sehr schade, hat es mir doch die Freude an dem Buch genommen. Ich war nämlich ehrlich gesagt ein bisschen erleichtert, als ich Allan und all die kuriosen Leute, die er getroffen hat, hinter mir gelassen habe. Nicht, weil ich nicht gerne von ihnen gelesen habe. Allans Vergangenheit stand mir nur etwas zu sehr im Weg.


"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" war leider nicht ganz mein Fall. Ich finde die Idee zu dem Buch grundsätzlich genial - genauso ist es auch der Schreibstil des Autors! Doch für mich war es einfach zu viel Historik, ich ließ keine Unterhaltung, sondern ein absurdes Geschichtsbuch. Für Leute, die vielleicht ohnehin Kenntnis in der Hinsicht haben oder die es nicht stört, mehr darüber zu erfahren, ist das Buch aber auf jeden Fall empfehlenswert!


Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Klappenbroschüre: 416 Seiten
Verlag: carl's books
Reihe: -
Preis: 14,99€
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Sonntag, 26. Januar 2014

[Rezension] Soul Seeker: Vom Schicksal bestimmt - Alyson Noël

Originaltitel: Soul Seekers: Fated


Daire führt alles andere als ein normales Leben. Weil ihre Mutter Visagistin ist, reist sie um die Welt, trifft Stars, wie es kein anderer tut. Aber das ist nicht alles: Daire hat Visionen. Sie sieht Krähen auf sie zu stürzen, wie sie verfolgt wird, schreckliche Dinge. Sie kriegt diese Visionen nicht in den Griff, und als sie eines Tages komplett ausrastet, spitzt sich die Situation zu. Niemand kann ihr helfen, keine Medikamente schlagen an. Sie soll sogar in eine Psychiatrie - bis ihre Mutter sie zu Daires Großmutter bringt. Auch wenn beide von dieser seit dem Tod von Daires Vater nichts mehr gehört haben, ist es der letzte Ausweg.
Wohl oder übel geht Daire zu ihrer Großmutter Paloma - und erfährt dort ihre wahre Bestimmung...


Grundsätzlich mag ich Geschichten, in die man direkt hineingeworfen wird und man sich selber erst mal orientieren muss, bevor man den Protagonisten so ganz folgen kann. In "Soul Seeker: Vom Schicksal bestimmt" hatte ich auch erst mal gar keinen Plan, denn plötzlich, kaum dass man das Buch aufgeschlagen hat, landet man in Marokko, erfährt von Daires Leben, das ähnlich dem eines Nomaden ist.
Der Einstieg ist nicht unbedingt schlecht gelungen, doch schon da wurde es oft ziemlich schnell verwirrend. Daires Visionen werden zwar eingeführt und es wird erwähnt, dass sie diese schon öfters hatte, aber Details oder Dinge, wie sie damit umgeht, werden nicht erwähnt.
Darauf begierig, mehr zu
erfahren, habe ich weitergelesen. Das ist mir nicht schwer gefallen, denn der Schreibstil der Autorin ist schlicht, aber dennoch ziemlich gut und flüssig. Man kann sich das, was sie beschreibt, gut vorstellen.
So vergingen die ersten hundert Seiten. Die Charaktere, hauptsächlich Daire und ihre Mutter Jennika, werden eingeführt. Das Verhältnis zwischen Daire und ihrer Mutter ist zwar gut, aber dennoch nicht gerade unkompliziert. Denn Jennika weigert sich, Daires Visionen wahr zu haben - ihr wäre es lieber, würde ihre Tochter sich betrinken und deshalb Geister sehen, anstatt sich einzugestehen, dass Daire vielleicht geholfen werden muss.
Nach diesen paar Seiten und Daires Ausraster, gibt es plötzlich eine Art Sprung. Nachdem sie bei ihrer Großmutter angekommen ist, ist es plötzlich so, als würden Teile der Geschichte fehlen. Rebelliert Daire am Anfang noch, kommt sie plötzlich super gut mit ihrer Großmutter klar. Auf einmal weiß sie alles über sich, ihre Bestimmung - nur ohne, dass jemand anders dabei ist. Auch der Leser nicht. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll, aber es ist fast so, als hätte Alyson Noël Daire und von mir aus auch Paloma Informationen über die Geschichte gegeben, doch den Leser lässt sie außen vor. Es ist wie vor einer verschlossenen Tür zu stehen: Ich kam so nicht ganz in die Geschichte rein, nicht ganz mit dem Geschehen mit. Schließlich weiß ich nichts Genaues über Daire, ihre Bestimmung - das ist frustrierend, und mir unerklärlich. Vielleicht schafft der Folgeband Abhilfe?
Das, was man von der Idee hinter Soul Seeker erkennt, ist gar nicht so schlecht. Es ist nicht wirklich etwas Neues, und natürlich gibt es auch das klassische Liebesdreieck, aber grundsätzlich wäre es eine Story, aus der sich was machen lässt!
Jetzt, wo ich die Liebe angesprochen habe, muss ich leider auch meinen nächsten Kritikpunkt nennen... Die Beziehung zwischen Daire und Dace, den obligatorischem Typ aus den Träumen.^^ (Ihr wisst schon, kommt heutzutage leider ziemlich oft vor.) Ich hatte mich schon am Anfang des Buches gefragt, wann diese sich endlich aufbaut, aber es dauerte ziemlich lange, bis der werte Herr überhaupt einmal auftauchte. Dann geschah ewig nichts und auf einmal - bumm! Ich weiß nicht, was die beiden gemacht haben, oder wie so auf einmal beschlossen, sich zu lieben - ich war nicht dabei...
Das ist sehr schade, denn ich glaube gar nicht, dass die Protagonisten und die Charaktere im Allgemeinen so schlecht sind. Ich hoffe einfach, dass sie in den Folgebänden noch etwas mehr ausgeleuchtet werden, hier und da Ecken und Kanten bekommen. Denn die Geschichte HAT Potenzial und daher schließe ich es nicht aus, den zweiten Band anzurühren!


"Soul Seeker: Vom Schicksal bestimmt" ist ein mittelmäßiger erster Band. Die Autorin scheint zwar irgendetwas im Hinterkopf zu haben, nur der Leser darf nicht wirklich an dem Geschehen teilhaben. Viele Dinge geschehen, ohne dass es ganz klar wird, was da jetzt gelaufen ist. Es fehlen eindeutig die Informationen! Trotzdem war das Buch recht angenehm zu lesen, denn Spannung war da. Ich bin mir sicher, dass die Reihe Potenzial hat - und gespannt, ob das in den Folgebänden genutzt wird...


Titel: Soul Seeker: Vom Schicksal bestimmt
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann
Reihe: 1/4
Preis: 9,99€
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Montag, 20. Januar 2014

[Gequassel] Wenn es nicht mehr ausreicht, ein Buch zu lesen

... oh Gott nein, keine Angst. Ich meine damit nicht, dass ich keinen Bock mehr am Rezensieren hab, oder am Blog generell. Der Titel ist zwar zweideutig, aber ich meine ihn im wahrsten Sinne des Wortes!
Denn in dem heutigen Gebrabbel möchte ich gerne mal ein anderes Thema ansprechen, das indirekt mit Büchern zutun hat. 
Und zwar geht es heute nicht ums Lesen - sondern um das Schreiben selbst. Um das Schreiben von Geschichten, Novellen, ja, vielleicht sogar ganzen Romanen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es einige Blogger gibt, die selber schreiben, die es genießen, eigene Storys aus ihren Fingern fließen zu lassen. 
Ich selbst gehöre auch dazu. Ja, ein Geständnis. Aber es hat für mich eine gewisse Faszination in sich.
Bereits als Kind habe ich gern Geschichten geschrieben, in der Grundschule hat sich das immer weiter heraus kristallisiert. Bis es schließlich mehr und mehr, länger und länger wurde. Es reichte einfach nicht mehr aus, Bücher nur noch zu lesen, nein, ich wollte sie selber schreiben. Ich wollte meine Fantasie und meine Energie in Worte fassen, weil irgendwo tief in mir drin der Wunsch war, andere Leute mit meiner eigenen Geschichte genauso zu begeistern, wie es schon viele andere Autoren täglich mit ihren Büchern schaffen.
Natürlich ist das nichts Neues, was ich schreibe, ja, manchmal kann man sogar sehen, was mich gerade inspiriert hat. Aber das macht doch nichts, oder? Es macht Freude, es ist schön, mal loszulassen - es ist ja im Prinzip das komplette Gegenteil vom Lesen und Rezensieren von Büchern.
Ein kurzer Post, einfach ein paar Gedanken, die mir im Kopf rumgeflogen sind - ganz untypisch, ich weiß, und ich hoffe, ihr seid mir nicht böse.
Aber wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr vielleicht auch schon eigene Geschichten geschrieben oder auch längere? Vielleicht habt ihr sogar einen eigenen Roman (beendet)? Oder ist das Schreiben gar nichts für euch, wollt ihr lieber bei der "Außensicht" bleiben?
Ich bin neugierig! :)

Freitag, 10. Januar 2014

[Rezension] Alles muss versteckt sein - Wiebke Lorenz


Marie ist in der Psychiatrie, der geschlossenen, seit ein paar Wochen. Weil sie ihren Freund, den, den sie über alles geliebt hat, umbrachte. Das wird jedenfalls behauptet - und die Beweise sind unumstößlich: schließlich waren ihre Fingerabdrücke auf dem Messer, sie lag in seinem Blut, als sie nach dieser Nacht neben der Leiche aufwachte.
Marie hat nämlich Zwangsgedanken - sie stellt sich unwillkürlich vor, denjenigen umzubringen, den sie sieht. Auf grausamste Art und Weise. So war es auch bei ihrem Freund Patrick. Dennoch kann sie sich nicht erklären, die Tat begangen zu haben - schließlich ist Denken nicht Tun...


"Alles muss versteckt sein" wollte ich bereits lesen, als es noch druckfrisch war. Wie so oft kam es letzten Endes nicht dazu. Doch als ich vor kurzem buchkaufwütig (und so was passiert bei mir wirklich selten!) in die Buchhandlung meines Vertrauens stürmte, hatte ich auch Lust auf einen Thriller. Was Blutiges, am besten. Oder halt was Psychomäßiges. Da stolperte ich praktisch über die Taschenbuchausgabe - umso besser. Da konnte noch ein zweites Buch mit. Hihi.
Naja, auf jeden Fall war das die Geschichte, wie "Alles muss versteckt sein" und ich uns kennen lernten. ^__^
Das Buch beginnt direkt mitten im Geschehen, bei Marie in der Psychiatrie. Es sind ziemlich krasse Regeln, die dort herrschen, selbst das Besteckt wird nummeriert, damit man auch sicher gehen kann, dass kein Patient - oder Insasse, wie Marie sie nennt - etwas mitgehen lässt.
Man erfährt etwas über Maries Alltag - den Alltag einer Person, die sich aufgegeben hat. Sie isst kaum noch, sitzt nur herum, verweigert auch etwaige Gespräche mit dem Psychologen Dr. Falkenhagen. Die Atmosphäre ist trostlos, als Leser spürt man, dass sie sich aufgegeben hat.

Als schließlich eines Tages ihr Ex-Mann in die Psychiatrie kommt, da er von dem Mord, den sie angeblich begangen haben soll, erfahren hat, scheint ein Teil in Marie aufzuwachen. Sie beginnt zu kämpfen, sie lässt sich auf eine Therapie ein. In der Hoffnung, sich zumindest irgendwann an die Mordnacht erinnern zu können, oder zumindest ihre Zwangsgedanken in den Griff zu bekommen.
Das ist dann wohl die Stelle, an welcher die Geschichte ins Rollen kommt. Nicht nur das, es ist quasi eine Geschichte in einer Geschichte - denn ungelogen eine Hälfte des Buches besteht aus den Schilderungen Maries gegenüber Dr. Falkenhagen, in welchen sie von ihrer Vergangenheit und ihren Zwangsgedanken erzählt, bis hin zur Nacht, in der sie ihren Freund Patrick tötete.
Wiebke Lorenz arbeitet mit dezent eingesetzter Spannung, ich würde also nicht behaupten, dass man das Buch wegen Spannung nicht aus der Hand legen kann. Doch was die Autorin gut einsetzt, ist dieser subtile - ja, ich kann es nicht anders beschreiben - "Psycho-Druck". Sobald Marie anfängt zu erzählen, fiebert man mit ihr mit. Man will herausfinden, was geschehen ist - warum Patrick sterben musste. Es ist schwer, das Buch beiseite zu legen. Denn was die Autorin auch gut kann, ist der leichte Horror, den man in ihrer Erzählung spürt. Diese grausigen, detaillierten Zwangsgedanken von Marie. Man spürt, dass sie sich Mühe bei der Recherche gemacht hat.
Schlussendlich ist auch die Auflösung genial gelungen - etwas, das ich wirklich nicht erwartet hatte. So ist auch das Zitat von Herrn Fitzek auf der Rückseite des Buches mehr als berechtigt. (Ich bin großer Fan von Sebastian Fitzek - genialer Autor. Wer Psycho-Thriller liebt, ist bei ihm richtig.)
Warum ich trotz allem Lob nicht volle Punktzahl vergebe? Ganz einfach. Das Buch ist gut, aber es hat mich nicht umgehauen. Es hat mir teilweise ein wenig die Spannung gefehlt, und ich glaube, dass ich auch ein paar falsche Erwartungen hatte. Dennoch kann ich es eindeutig empfehlen!


"Alles muss versteckt sein" ist ein genialer Thriller, der zwar nicht mit Spannung, dafür aber mit einer vertrackten und fesselnden Geschichte überzeugt! Wer bereit ist, sich auf Maries Spuren zu begeben und mit ihr herauszufinden, was in der Mordnacht passierte, der soll definitiv zu dem Buch greifen!


Titel: Alles muss versteckt sein
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Reihe: -
Preis: 8,99€

Montag, 6. Januar 2014

[Rezension] Die Auslese: Nur die Besten überleben - Joelle Charbonneau

Originaltitel: The Testing


Schon immer war es Cias Traum gewesen, für die Auslese ausgewählt zu werden. Eine Chance zu erhalten, an die Universität zu gehen und studieren zu können. Und tatsächlich - sie gehört tatsächlich zu den 120 Kolonialbewohnern, die die rare Gelegenheit bekommen. Doch sie muss erkennen, dass das, was sie bisher immer gereizt hat, eine gefährliche, eine dunkle Seite hat. Eine Seite, die ihr das Leben kosten könnte: denn die Auslese scheut nicht vor Tötung zurück, um die Besten herauszufiltern...


Oh Leute, hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet, dann hätte ich das Buch nicht so lange liegen lassen! Andererseits - jetzt muss ich nicht ganz soooo lang auf den nächsten Teil warten... (aber trotzdem viel zu lang!)
Das Erste, was mir an dem Buch positiv aufgefallen ist, war die Tatsache, dass man einfach in die Geschichte reingeworfen wird. Ich weiß nicht, wie es euch geht - ich persönlich liebe und genieße es, auch mal ein bisschen orientierungslos ins Geschehen zu gelangen, um dann nach und nach Teile aufzudecken.
So fängt auch die Story an: wir begleiten Cia bei ihrer Abschlussfeier, wie sie mit einem lachenden und einen weinenden Auge auf ihren Schulabschluss sieht. Zugleich stolperte ich über das Setting, über die Welt, in der Cia  und ihre Familie leben - denn die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Es wurden zahlreiche Kolonien gebildet, manche mit mehr, manche mit weniger Einwohnern. Alle sehr "rückständig", arbeiten aber dennoch an Entwicklungen. Es ist wie eine neu aufgebaute Welt, über die man im Laufe des Buches noch einiges erfährt. Dennoch hätte es ruhig etwas mehr sein können, finde ich. Das ist mir allerdings witzigerweise erst aufgefallen, nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte - denn tatsächlich ist es so, dass man durch den Klappentext mehr über den Story-Hintergrund erfährt, als im Buch selbst erzählt wird. XD Das ist allerdings nicht weiter schlimm, denn ich bin mir sicher, dass Joelle Charbonneau in Teil zwei und drei noch so einiges drauf legen kann/wird!
Eine weitere Sache, die ich ziemlich ungewöhnlich fand, war Cia selbst. Doch nicht auf eine schlechte Art und Weise! Nur anders - anders normal! Cia wirkt wie ein stinknormales Mädchen, mit Freunden, die auch mal selbstbewusst auftritt. Keine von den Protagonistinnen, die sich isolieren, oder nur eine einzige Freundin haben, und das Wort Selbstbewusstsein nicht mal buchstabieren können... jetzt mal überspitzt ausgedrückt. Aber versteht ihr, was ich meine?! Ich finde einfach, dass man so oft Protagonisten begegnet, die total einsam scheinen und verunsichert, sodass man beinahe vergisst, dass es auch einfach (mehr als eine Handvoll) Leute gibt, die mit einem normalen, gesunden Selbstbewusstsein auftreten...
Ich mag Cia daher sehr, aber auch, weil sie ein mutiges Mädchen ist, das selbstsicher auftritt. Darüber hinaus ist sie sehr klug - kein Wunder, sonst wäre sie nicht für die Auslese ausgewählt worden. Auf jeden Fall habe ich sehr gerne aus ihrer Sicht gelesen, denn sie ist ein sehr angenehmer Hauptcharakter.
An Cias Seite ist Tomas, ein Junge aus ihrer Kolonie, mit dem sie auch schon zusammen in die Schule ging. Tomas ist ebenso wie sie sehr klug, und auch wenn er sonst nicht ein Charakter ist, der überaus (egal, ob positiv oder negativ) ins Auge fällt, ist er doch jemand, der ziemlich gut zu ihr passt. Natürlich gibt es "mal wieder" eine Liebesgeschichte, aber nun gut, das ist wohl in den heutigen Büchern so üblich.^^ Die Liebesgeschichte in "die Auslese" ist jedoch überaus gut gelungen! Zart und sanft entwickelt sie sich, und es ist sehr schön zu lesen. Schließlich ist Tomas der Einzige, dem Cia wirklich vertrauen kann, da sie zusammen aufgewachsen sind.
Was ich zuletzt noch anmerken muss, ist die Ähnlichkeit mit "Die Tribute von Panem". Ich hoffe, dafür würgt mich niemand :P, aber es gab einige Stellen, an welchen ich an Suzanne Collins Romane denken musste. MICH persönlich stört das keineswegs - denn man merkt, dass Joelle Charbonneau sich durchaus etwas Eigenes ausgedacht hat! Allerdings habe ich auch Rezensionen gelesen, in welchen dies negativ aufgegriffen wurde: das müsst ihr wohl für euch selbst entscheiden.
Ein Unterschied zwischen den beiden Büchern gibt es auf jeden Fall - ich jedenfalls finde "Die Auslese" noch eine Spur rauer, brutaler! Die Autorin schreckt von nichts zurück, keiner blutigen Beschreibung, keiner kranken Idee. Jedenfalls hat mich das Buch unglaublich begeistert - ich habe genossen, es zu lesen.


"Die Auslese" ist für Fans von Dystopien ein absolutes Muss! Joelle Charbonneau überzeugt mit einer Idee, die auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich ist, aber dennoch einzigartig und originell. Das Buch hat zwar einige Parallelen zu Panem, allerdings glänzt es auf seine eigene Art und Weise - und auch mit einer Brutalität, die nichts für schwache Nerven ist!
Ich persönlich habe nichts zu beanstanden - ich vergebe volle Punktzahl und eine eindeutige Leseempfehlung an die, die sich bisher noch nicht "auswählen" haben lassen...!


Titel: Die Auslese
Hardcover: 416 Seiten
Verlag: penhaligon
Reihe: 1/3
Preis: 16,99€
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