Sonntag, 15. Dezember 2013

[Rezension] Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket - John Boyne

Originaltitel: The Terrible Thing That Happened to Barnaby Brocket


Die Brockets sind eine ganz normale Familie. Eleanor und Alistair Brocket sind normale Eltern und wollen nicht mehr als mit ihren normalen Kindern ein normales Leben zu führen. Dann allerdings wird Barnaby geboren, und spätestens als er zur Decke schwebt anstatt wie normale Leute auf dem Boden zu bleiben, wird das Lebe für seine Eltern Tag für Tag anormaler. Sie schämen sich für ihr Kind – ist es denn so schwer für Barnaby, auf dem Boden zu bleiben und keine Aufmerksamkeit zu erregen?!
Die Situation „eskaliert“ und mit zarten acht Jahren wird Barnaby von seiner Mutter im wahrsten Sinne des Wortes in den Himmel geschickt. Die Reise beginnt.


Der lebendige Beweis, dass es noch Autoren gibt, die wie J.K. Rowling und Rick Riordan mit simplen Worten und schlichten, aber dennoch außergewöhnlichen Ideen unglaublich magische Bücher schreiben können. Das ist wirklich das, was mir zuerst einfällt, wenn ich zurück an Barnabys zahlreiche Abenteuer denke.
Ich weiß, dass John Boyne für „Der Junge im gestreiften Pyjama“ berühmt-berüchtigt ist, kenne das Buch aber nicht und bin daher völlig unvoreingenommen an sein neues Werk herangegangen. Zuerst muss ich gestehen, dass ich einfach komplett von dem Buch angefixt wurde, auch wenn der Klappentext vielleicht etwas kindlich klingt, was den ein oder anderen abstoßen könnte. Allerdings will
ich auch nicht leugnen, dass ein Zehnjähriger genauso Freude an dem Buch haben wird wie eine Frau Mitte 30 und ein 70-jähriger Rentner. Und wisst ihr, was das Schönste daran ist? Jeder wird zusätzlich seine völlig eigenen Weisheiten und Schlüsse aus dem Buch gezogen haben.
Barnaby hat es wirklich nicht leicht. Als er gebore
n wird, seine Mutter sieht, wie ihr Kind an die Decke schwebt und irgendwie beinahe angeekelt ist, merkt man, dass er es nicht leicht haben wird. Barnaby wächst auf, mit schweren, schmerzenden Rucksäcken auf dem Rücken, damit er nicht davon fliegt. Ich konnte nicht anders als ihn in mein Herz zu schließen, denn was der Junge alles erfahren muss, ist mehr als herzlos. Und – so skurril es auch hin und wieder sein mag – es ist auch verdammt interessant! Das liegt daran, dass John Boyne nicht nur Barnabys Geschichte erzählt, sondern parallel zahlreiche andere von den Leuten, auf die Barnaby trifft – allesamt natürlich nicht ganz „normal“.
Untermalt wird das Ganze zusätzlich mit ganz zauberhaften, beinahe puristischen Illustrationen, die mir mehr als einmal ein Schmunzeln entlockten. Selbst wenn man etwas Derartiges meist mit Kinderbüchern assoziiert, – was nicht heißen soll, dass das Buch nicht auch Kinder als Zielgruppe vorgesehen hat – aber ich meine „richtigen“ Kinderbüchern, (ihr wisst schon, was ich meine) sind diese auf keinen Fall kindisch oder fehl am Platz.
Das Schöne ist, dass es genügt. Bei „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ „reicht“ es einfach, durch einen simplen Schreibstil, faszinierenden Ideen und liebevollen Zeichnungen zu bestehen. Da braucht es keine Extras, da nimmt man nur Barnaby und lässt sich mit ihm in die große weite Welt entschweben…


Ich liebe, liebe, liebe es! Wer eine berührende, weise Geschichte sucht, die dennoch nicht schwer im Magen liegt, der sollte zu „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ greifen! Absolute Leseempfehlung, erst recht bei dem Preis!


Titel: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket
Hardcover: 288 Seiten
Verlag: Fischer KJB
Reihe: -
Preis: 14,99€
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Mittwoch, 13. November 2013

[Rezension] Mythos Academy 4: Frostglut - Jennifer Estep

Originaltitel: Crimson Frost

Achtung! Da es sich um den vierten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.


Gwens erstes "richtiges" Date mit Logan steht an, und abgesehen von der Tatsache, dass sie eigentlich gar keinen Kaffee mag und sie in einem Café verabredet sind, läuft es ziemlich gut. Doch dann tauchen drei Männer auf. Nicht nur irgendwelche Männer - Mitglieder des Protektorats: die "Polizei" der mythologischen Welt. Allen voran Linus Quinn - Logans Vater! Der scheint Gwen von der ersten Sekunde an zu hassen. Wenn das nur alles wäre... denn sie behaupten, Gwen sei verhaftet. Wegen zahlreicher Vergehen, unter anderem die Freilassung Lokis...



"Frostglut" war für mich ein absolutes Must-Have, seitdem ich den dritten Band der Mythos Academy Reihe beendet hatte. Denn ich kann es nicht mehr leugnen - die Bücher von Jennifer Estep gehören einfach zu meinen Lieblingen.
Auch der vierte Band rund um Gwen, Loki und Co. geht wieder mit Volldampf los, als ihr Date mit Logan platzt und sie verhaftet wird. Danach kommt es beinahe zur menschenunwürdigen Bloßstellung vor der Schule, in der das Protektorat verkündet, dass in zwei Tagen ihr Prozess sei. Dass die Schüler der Mythos Academy, von denen schon fast jeder mindestens einen Vertrauten an die Schnitter verloren hat, mächtig sauer sind und Gwen das Leben zur Hölle machen, liegt wohl auf der Hand... dabei muss diese doch jetzt beweisen, dass sie unschuldig ist! Denn selbst wenn Metis, Nickamedes und Ajax für sie stimmen, braucht sie noch mindestens ein weiteres Mitglied des Protektorats, das von ihrer Unschuld überzeugt ist.
Logan, Daphne und Carlos versuchen sie natürlich zu unterstützen, wo es geht. Der Anfang des Buches mag zwar so klingen, als ob es ziemlich romantisch hergeht zwischen Gwen und Logan, aber wer nun Kitsch fürchtet, den kann ich beruhigen. Ja - man erfährt mehr über die beiden und ihre Beziehung verändert sich auf jeden Fall, aber es besteht keine Gefahr, dass Frau Estep total in eine Kitsch-Schiene abrutscht.
Hinzu kommt noch ein neues Gesicht - Alexei, der Sohn eines Protektoratsmitglieds, der in den Tagen bis hin zum Prozess dafür sorgen soll, dass Gwen nicht flügge wird. So nimmt Gwen sich natürlich gleich fest vor, ihn zu verabscheuen - wäre da nicht die Tatsache, dass sie herausfindet, dass Oliver und Alexei sich bereits kennen...
Auch Alexei erweist sich als sehr interessanter Charakter, der etwas "frische Luft" in die Runde bringt: Langeweile auf Mythos Academy?! Gibt es nicht. Es wird nur wieder bewiesen, dass es der Autorin gelungen ist, zahlreiche mythische Wesen in ihr Buch zu packen und trotzdem die Balance zwischen zu viel und genug zu halten. Es ist einfach genial!
Im Zentrum von alldem steht dann natürlich noch Gwen. Und ich kann an der Stelle nur wiederholt betonen, dass ich sie einfach klasse finde. Gwen hat sich die ganze Reihe über auf eine wunderbare Art und Weise entwickelt; vom tollpatschigen Gypsymädchen, das sich Geld damit verdient, verschwundene Gegenstände zu finden, bis hin zu Nikes Champion, der sich mutig in einen Kampf wirft. Gwen weiß, was sie liebt. Sie weiß, wofür sie kämpfen muss und was sie bereit zu opfern ist.
Ihr merkt - ich bin verliebt in Mythos Academy... ich wiederhole mich wahrscheinlich in jeder Rezension. Die Befürchtung, dass der vierte Band unnötig sei, kann ich widerlegen. Er dient auf keinen Fall als Lückenfüller - im Gegenteil! Er bringt weiterhin Wind in die Geschichte und ist ein sehr, sehr guter Teil, dem - wenn überhaupt - nur "das gewisse Etwas" fehlt, um perfekt zu sein.



"Frostglut" schließt, was das Niveau anbetrifft, lückenlos an seine Vorgänger an. Es macht einfach Spaß, mit Gwen die Mythos Academy zu besuchen. Frau Estep?! Weiter so!


Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Titel: Mythos Academy 4: Frostglut
Broschüre: 432 Seiten
Reihe: 4/6?
Verlag: ivi
Preis: 14,99€

Freitag, 8. November 2013

[Rezension] Frostblüte - Zoë Marriott


Frost lebt ein Leben als Außenseiterin. Wie eine Außgestoßene lebt sie einsam, sucht Arbeit für ein paar Tage und zieht dann weiter. Sie lässt dabei niemanden an sich heran, hat nur das Ziel vor Augen, was sie ihrer Mutter vor dem Tod versprochen hat: die heilige Urmutter zu finden. Denn Frost hat ein dunkles Geheimnis.
Als sie von Soldaten aufgegriffen wird, die das Königreich beschützen, trifft sie auch auf Luca. Luca erweckt in ihr Gefühle, die sie nie erträumt, nie zugelassen hat. Doch kann sie das zulassen?


Von Frostblüte hatte ich ehrlich gesagt keinen Plan, was ich erwarten sollte. Und auch als ich zu lesen begann, bekam ich nicht wirklich so mit, was Frosts Problem denn sein sollte. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich sogar anfangs ein ziemlich deutliches Bild einer Katniss-Abklatsche vor Augen und war skeptisch, wohin die Geschichte führen würde. Denn wie Frost so durch die Wälder streift und ein Nomadenleben führt, ein Mädchen ist, das eine Waffe führt und auch ziemlich stur und verschlossen sein kann, hat sie schon einige gute Eigenschaften von Katniss.
An der Stelle hören allerdings sowohl charaktertechnisch als auch inhaltlich die Parallelen auf, denn Frost ist für mich bis zum Ende eine Protagonistin geblieben, der ich nicht sonderlich gerne begegnet wäre. Sie hatte es seit ihrer Geburt nicht einfach, denn ihre Mutter behandelte sie nicht gut und gab ihr die Schuld an einigen Dingen, für die sie nichts konnte. Zusätzlich kommt ihre Eigenart, ihr dunkles Geheimnis hinzu, und ich kann es wirklich verstehen, dass Frost am Ende so ist, wie sie ist. Dennoch kam ich mit ihrer abweisenden, sehr sprunghaften Art nicht klar. Bleiben - nicht bleiben? Weglaufen - oder doch lieber nicht? Mensch, Frost, entscheide dich mal! Ich hätte ihr gerne öfters mal zugeschrien, dass sie einen freien Willen hat und nicht immer hin und her hüpfen muss und was weiß ich noch alles tun braucht. Dieses Harte, das man am Anfang noch spürt, dieses Feuer, das sie hätte entwickeln können - das erlischt leider, als Frau Marriott mehr von ihr zu erzählen beginnt. Sie knickt ein - wird einfach weichlich, das taffe Mädchen, das sie hätte sein können, geht verloren. Fand ich sehr schade.
Luca, der männliche Part der Geschichte, ist auch ein Charakter, mit dem ich zwar anfangs besser klar kam, der aber eine mehr als unrealistische Entwicklung hinlegte. Zu Beginn war Luca der Gutmut in Person - er fing Frost auf, war der perfekte Kerl - logisch, dass sie sich in ihn verliebt. Das, was er sagte, und woran er glaubte, das hat mir gefallen. Doch im Verlauf der Geschichte schlägt sein Charakter ins krasse Gegenteil um - und das ist zu übertrieben geworden.
Ein dritter Charakter, den man nicht unterschlagen darf, ist Arian - mein persönlicher Lieblingscharakter. Arian ist von Anfang an knallhart, und bei ihm zieht die Autorin auch das ganze Buch über durch. Arian hat Geschichte, etwas, das ihn zu der Person macht, die er heute ist, und er ist wirklich gut gelungen!
Die Storyhandlung selbst ist etwas... nun ja. Die Idee, die Zoe Marriott ursprünglich hatte, gefällt mir auf jeden Fall sehr, sehr gut. Dennoch ist die Umsetzung in meinen Augen nicht ganz ausgereift - die Völker, die Uskaand zum Beispiel, die werden zwar alle grob umrissen, aber irgendwie scheinen sie hinter einer Milchglasscheibe zu sein, und es wird das ganze Buch über dem Leser nicht möglich gemacht, hinter diese Scheibe zu schauen.
Immerhin der Schreibstil macht es gut möglich, der Geschichte einigermaßen zu folgen, auch wenn ich nicht selten verwirrt wegen Eigennamen oder von der Autorin erfundenen Bezeichnungen war. Ein Glossar wäre hier nötig gewesen...
Dennoch war das Buch nicht schlecht! Vor allem zum Showdown hin wurde es ziemlich spannend, und ich bin mir sicher, dass man einiges mehr daraus hätte machen können. Wahrscheinlich ist es letzten Endes einfach ein bisschen schade.



"Frostblüte" ist leider nur ein mittelmäßiges Buch, das eine großartige Idee hat, bei der es ein wenig an der Umsetzung hapert. Ich konnte mich nicht mit allen Charaktern anfreunden und auch die ganzen Eigennamen sind etwas verwirrend - dennoch ist das Buch überwiegend sehr spannend. Am besten - selber reinlesen!



Vielen Dank an den Carlsen Verlag und an Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Titel: Frostblüte
Softcover: 464 Seiten
Verlag: Carlsen
Reihe: -
Preis: 14,99€
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Freitag, 18. Oktober 2013

[Gequassel] Buntes Durcheinander und Umfrage

Huhu Leute,
von mir auch noch einmal ein riesiges Entschuldigung, aber die Schule spannt auch mich momentan ziemlich ein... Selbst in Mathe verstehe ich nur Bahnhof und das ist alles Wiederholung ._.
Wie dem auch sei - es ist Oktober, Halloween steht vor der Tür!
Freut ihr euch? Partys geplant? Kostümiert oder unkostümiert? Selbstgemacht oder gekauft? Aber beinahe das Wichtigste: Gibt es bestimmte Bücher oder Rituale die ihr nur an Halloween lest/macht?
Ich erinnere mich noch gut an das eine Jahr, wo unser Haus mit Eiern bombardiert wurde. Kein Scheiß - und wir haben Süßkram in Massen raus gegeben. Ich saß ganz bequem in einen Sessel gekuschelt und habe mir haufenweise dieser Kinderfilme angesehen, die an Halloween die ganze Zeit laufen und bin dermaßen zusammengezuckt, als es nur so gescheppert hat.
Das mit den Filmen mache ich übrigens noch heute, nur dass ich mittlerweile eine große Vorliebe für Horrorfilme entdeckt habe - ich habe sogar einmal die Sache mit Bloody Mary (ebenfalls an Halloween) gemacht, obwohl mir Gläserücken da doch etwas zu weit geht.
Alles in allem - Ich mag Halloween, die Atmosphäre und alles.
Was ich allerdings ebenfalls seit etwa zwei Jahren an Halloween mache, sind die letzten Vorbereitungen für den NaNo. (Auch wenn ich's immer auf den letzten Drücker raus schiebe und bis 20 Uhr mit Anna in Skype zusammen mit leeren Händen dasitze... :S)  Ja, richtig gehört - ich werde wohl auch dieses Jahr wieder beim NaNoWriMo dabei sein, obwohl ich seit gut einem Jahr eine absolute Schreib- und mittlerweile auch Leseblockade habe... Aber ich sage es mal so, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder?
Beim NaNo war ich ohnehin nie besonders erfolgreich - Bella hat da deutlich bessere Leistungen hingelegt :)
Schreibt ihr eigentlich selbst? Was sind eure Tipps gegen eine Schreib-, oder Leseblockade?

Abgesehen davon: Hat eigentlich jemand Clockwork Princess gelesen? Ich fand es wirklich hammermäßig. Ich mag diese Reihe schon bald lieber als die Chroniken der Unterwelt, obwohl mich das Ende ein kleines bisschen gestört hat - aber hey, ein Schönheitsfehler unter viel Perfektion! :D

Zum Abschluss würde mich mal interessieren was genau ihr eigentlich von uns erwartet.
Wollt ihr mehr auf Facebook, Bücherchats oder Skype Konferenzen?
Möchtet ihr selbst unbedingt eine Rezension auf unserem Blog teilen?
Ich freue mich auf eure Kommentare,
glg Denise

PS.: Eigentlich wollte ich ein paar hübsche Bildchen einfügen... weil dieses Textbearbeitungs-dings hier bei Blogger auf diesem Rechner nicht will, müssen wir es leider mit einem schlichten belassen... Wahrscheinlich liefere ich welche nach! :D

Montag, 7. Oktober 2013

[Rezension] Through the Ever Night (Getrieben: Durch die ewige Nacht) - Veronica Rossi

Achtung! Da es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.

Originaltitel: Through the ever Night


Es sind Monate vergangen, seitdem Perry und Aria sich zuletzt gesehen haben. Doch nun ist Aria zurückgekehrt, zu dem Stamm, von dem Perry mittlerweile das Oberhaupt ist. Aber dass sie dort nicht willkommen ist, ist nicht das einzige Problem. Denn die Ätherstürme werden verheerender und der Stamm nagt am Hungertuch. Sie müssen die Blaue Stille finden - so bald wie möglich. 


Seit dem Tag, an welchem ich Gebannt gelesen habe, wusste ich, dass die Fortsetzung UNBEDINGT gelesen werden musste! Denn obwohl es ein Debüt war, war es unglaublich gut. Erfrischend. Ich war begeistert.
Und es freut mich umso mehr, jetzt diese Rezension schreiben zu können. :D Denn der zweite Band, der zweite, oftmals als "lückenfüllergefürchtet", Teil der Reihe ist - so viel will ich vornewegnehmen - ebenfalls sehr gut gelungen. ;) Da ich die Reihe allerdings auf Englisch lese, möchte ich mich entschuldigen, falls ich irgendwelche Begriffe verwende, die ihr nicht kennt. Ich kann oftmals nur raten, wie irgendwelche Namen auf Deutsch heißen, und falls es irgendwelche Unklarheiten geben sollte - einfach schreien. :P
Bumm. So geht es los. Gleich der erste Satz von "Getrieben" drängt einen dazu, weiterzulesen. Man kann einfach nicht anders, denn Veronica Rossi gelingt es, die Geschichte innerhalb von Sekunden weiterzuspinnen. Das Gefühl, dass man etwas vergessen hat, in der Wartezeit auf den zweiten Band? Gibt es nicht! Es ist, als würde man Freunde wiedertreffen. Selbst dann, als sie neue Charaktere einführt, denn auch diese passen perfekt in das Bild, perfekt in die von der Autorin geschaffene Welt. Kaum liest man los, ist man wirklich wieder voll und ganz in der Geschichte rund um Aria und Perry gefangen. 
Die Kapitel sind genauso "kurz" gehalten wie eh und je und ermöglichen ein schnelles Weiterlesen, denn mit dem Schreibstil ist das eh kein Wunder. Dieser ist bildlich erzählend und einfach genial. Ich bin begeistert!
Aria und Perry sind natürlich immer noch ein Liebespaar, aber die Liebesgeschichte rückt wie im ersten Teil auch mehr in dem Hintergrund - und ihr glaubt gar nicht, wie erfrischend ich das finde! Schon beim Vorgänger sagte ich, wie toll ich die Beziehung der beiden finde, denn Veronica Rossi braucht nicht viele Worte für das, was zwischen ihnen ist. Sie braucht keinen Kitsch oder seitenlange Liebesbekundungen, man spürt einfach, dass die beiden zueinander gehören, und somit verdienen sie sicherlich den Titel als eines meiner "Lieblingspaare" in Büchern.
Perry und Aria  als einzelne Personen betrachtet haben beide eine unglaubliche Entwicklung hingelegt. Da ist natürlich Aria, die erst den Tod ihrer Mutter verkraften musste, und jetzt mit Roar durch die Wildnis reist und auf sich meist allein gestellt ist, als einziger Vertrauter Roar - und Perry, zu den sie sich natürlich hinseht.
Perry hat wohl die schwierigere Aufgabe, könnte man so sagen. Als "Blutlord" muss er plötzlich einen ganzen Stamm versorgen - einen, der ihn nicht annähernd als Führer ansieht! Das ganze Buch über muss er sich den Respekt der Leute und vor allem das Vertrauen verdienen und es ist verdammt spannend, ihm dabei zu folgen.
Roar selbst will ich natürlich auch nicht unkommentiert lassen. Denn Roar entwickelt eine nicht unwichtige Rolle als bester Freund Arias. Ich fand ihn schon im ersten Teil toll und auch hier glänzt Roar, vor allem, da wir einiges mehr über ihn erfahren. Ich sag nur: Liv...
Das Ende ist wieder unerwartet, so, wie es die Geschichte immer ist. Voraussehbar? Gibt es nicht. Die Ideen, die Frau Rossi verwendet, sind originell, die Wendungen krass und atemberaubend. So kann ich nur auf den dritten Band warten. Denn ich will mehr. Meeeehr! :D



Mir gehen wirklich die Worte aus, wenn ich über "Getrieben" schreiben muss. Denn dieser zweite Band, den Veronica Rossi gestaltet hat, ist alles außer ein Lückenfüller. Er ist genial und steht dem Vorgänger in nichts nach! Ich kann nur eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen.


Titel: Getrieben: Durch die ewige Nacht
Hardcover: 364 Seiten
Verlag: Oetinger
Reihe: 2/3
Preis: 17,95€
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Montag, 30. September 2013

[Rezension] Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele - Rachel Vincent

Hallo ihr Lieben!
Zuerst ein dickes Sorry, dass der Monat so mau ausgefallen ist! Doch die Schule hat wieder angefangen und mit der Schule auch Massen an Hausaufgaben, da ich leider nicht meine Schullaufbahn rückwärts, sondern vorwärts führe. :P Hinzu kommt, dass ich die letzten paar Tage gar nicht daheim war und das Internet am PC auch nicht läuft, sodass ich mich an mein (NOCH lebendes) Netbook zwängen muss...
Ich hoffe, ihr verzeiht mir. Vergessen hab ich den Blog ganz sicher nicht!!
Und nun viel Spaß mit der Rezi,
Bella :)

Originaltitel: Soul Screamers: My Soul To Take


Die 17-jährige Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Auf einer Party wird sie von Nash, DEM Schulschwarm, angesprochen! Doch der Abend nimmt ein böses Ende - denn Kaylee überkommt eine Vorahnung, dass ein Mädchen in ihrer Nähe gleich sterben wird. Sie unterdrückt einen Schrei, flüchtet. Das Date ist ruiniert, doch Nash schafft es, sie zu beruhigen. Wäre da nicht die Tatsache, dass sie später erfahren, dass das Mädchen wirklich gestorben ist... und es nicht die erste Vorahnung von Kaylee gewesen sein soll.


Wie ich bereits damals in dem Neuzugangspost geschrieben habe, wollte ich schon lange mal die Soul Screamers Reihe rund um Kaylee und Nash beginnen. Die Gelegenheit hat zwar etwas gebraucht, kam aber nun doch letztendlich.
Die Geschichte geht sofort mit dem "verbotenen" Clubbesuch von Kaylee und ihrer besten Freundin Emma los. Man merkt augenblicklich, dass die beiden im Prinzip stinknormale Teenager sind und erlebt sie somit als angenehm und sympathisch, wenn auch nicht unbedingt als besondere Charaktere. Die Begeisterung, die Kaylee bei Nash empfindet, kann man zwar noch nicht wirklich nachvollziehen, doch als die erste Vorahnung beginnt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird richtig spannend. Ich wollte wissen, wie es weiter geht - alles erfahren, was dahinter steckt!
Denn die Idee, die Rachel Vincent hinter "Soul Screamers" hat, ist vielleicht nicht neu erfunden, aber ganz sicher keine 0815 Idee, wie sich erst im weiteren Verlaufe des Buches herausstellt. Ich jedenfalls war den "Wesen", in dessen Welt sie uns entführt, nur ganz grob vertraut, und ließ mich daher in der Hinsicht unglaublich begeistern. Zum Großteil jedenfalls. Denn mit der Erklärung holpert es leider ein bisschen. Frau Vincent schafft es nicht immer, das Geschehen auf eine nachvollziehbare Art und Weise zu erklären und so passierte es nicht selten, dass ich stirnrunzelnd vor dem Buch gefunden wurde, weil ich ihren - sicher nicht schlechten - Gedankengängen nicht ganz folgen konnte...
Die Beziehung um Nash und Kaylee selbst ist - Entschuldigung für den Ausdruck - ziemlich zweidimensional und einfach durchschnittlich. Warum die beiden jetzt unbedingt was miteinander anbändeln mussten, kommt nicht ganz hervor, und besonders packend ist die Beziehung einfach nicht. Sie ist - okay. Mehr aber auch nicht. Genau wie die beiden als Protagonisten selbst. Der einzige Charakter, den ich überschnittlich gut fand, war Todd - und bei dem hat die Autorin auch bewiesen, dass sie den Leser wenigstens hin und wieder überraschen kann. ;)
So gut die Storyline und die Idee eigentlich ist, kritisierte ich ja bereits, dass es an der Umsetzung hapert. Leider auch am Schreibstil - genauer gesagt der Übersetzung. :( Ich möchte somit ausdrücklich sagen - wer kann, soll auf das englische Buch umsteigen! Denn bei der deutschen Version hier wird man jede Seite regelrecht angeschrien, weil die Übersetzerin wohl ein Faible für Ausrufezeichen hat! Und, wie ihr merkt, ist das nicht wirklich angenehm zu lesen! Ja, ich weiß, dass das unprofessionell war, aber das musste jetzt sein. ;)
Trotz allem lässt das Ende auf mehr hoffen. Auf eine Geschichte, die noch einiges erzählen kann. Daher bin ich einfach mal gespannt...


"Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele" ist leider nur ein durchschnittlicher erster Band, der aber eine Grundlage für eine Reihe bietet, die sicher nicht ganz verkehrt ist. Denn die Idee ist wirklich gut! Einzig allein die etwas zweidimensionalen Charaktere und die stellenweise holprige Übersetzung sind zu kritisieren, doch ich kann mir vorstellen, dass das Buch vor allem im Original den ein oder anderen Fan finden könnte. 


Titel: Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
Reihe: 1/9?
Preis: 9,99€
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Freitag, 13. September 2013

[Rezension] Verräter der Magie - Rebecca Wild


Kira hat allen Grund, um Cian zu hassen. Schließlich ist er ein Magier. Einer der oberen noch dazu. Doch eines Nachts passiert etwas, das eigentlich ein Grund zum Freuen sein müsste - Cian wird ermordet. Nur dumm, dass er sich daraufhin aus Panik in Kira niederlässt. Plötzlich ist ihr ärgster Verhasster in ihrem Kopf. Nun muss sie nicht nur herausfinden, wie sie ihn wieder loswird, sondern am besten auch noch, wer denn nach seinem Leben trachtete...


Was ich an Büchern wirklich liebe, ist, wenn man mit ganz vielen bösen Vorurteilen an eines herangeht und am Ende ohne eines bestätigt bekommen zu haben das Buch zuschlägt. Genau das ist bei "Verräter der Magie" der Fall: Ich habe ja schon oft erzählt, dass ich bei deutschen Autoren sehr skeptisch bin und so war ich es auch hier bei Rebecca Wild.
Doch die junge Autorin - die übrigens erst 22 Jahre alt ist! - zeigt schon auf den ersten Seiten, dass Vorurteile halt meistens nur Vorurteile sind. So erhält der Leser bereits im Prolog einen Einblick in Cians Gedankenwelt, in die Panik, als er umgebracht wird, und wie er sich dann als letzten Ausweg Kiras Körper schnappt - wobei er selber nichtsahnend ist, was genau er da eigentlich tut. Hauptsache, er stirbt nicht.
Danach lernen wir Kira selbst kennen. Kira ist eine Sidhe, eine Art mythologisches Wesen. Und nicht zu vergessen: Sie lebt in einer WG mit einer Nymphe und einem Vampir. Bei "Verräter der Magie" geht es also rein fantasytechnisch heiß her! Denn das sind nicht alle Arten, mit denen man im Laufe des Buches konfrontiert wird. Da wären noch Werwölfe, Elfen und viele andere zahlreiche Wesen, die nur nebenher erwähnt werden. Leider ein bisschen zu viel des Guten, finde ich. Ein paar weniger hätten es auch getan - oder zumindest ein paar bekanntere, wenn es denn schon so viele sein müssen. Denn wer wie ich z.B. bis dato noch nie von einer 'BanaBhuidseachs' gehört hat, kann diese zwar in einem Glossar im Buch nachschlagen, aber das Beste für den Lesefluss und der eigenen Aufklärung tut das immer noch nicht, finde ich.
Ansonsten gelingt der Einstieg in die WG rund um Kira sehr gut - man wird auch direkt mit dem großen Konflikt konfrontiert und den Problem, was Kira - und alle anderen magischen Wesen in den Reservaten - mit den Magiern und auch natürlich mit Cian hat: 'Dank' ihnen sind sie gezwungen, in den Reservaten zu leben und sogar Eisenketten zu tragen, damit ihre Magie unterbunden wird. So leben sie abgekapselt von der Außenwelt, den Menschen - die Magier selbst lassen es sich aber gut gehen.
Eine geniale Idee, wie ich finde! Es ist etwas Frisches, mal etwas, das in die andere Richtung geht, und ich mag die Gedankenansätze, die Rebecca Wild damit geschaffen hat und wie sie das dem Leser näher bringt. Ich schreibe allerdings bewusst Ansätze - denn man kann noch einiges rausholen! Und das finde ich gut so ;) Ein Grund mehr für mich, den bereits erschienenen zweiten Teil eines Tages zur Hand zu nehmen.
Kira selbst ist eine Protagonistin, mit der man auf jeden Fall gut klar kommt. Sie hat Biss und zuckt auch nicht davor zurück, ihre eigene Meinung zu sagen und das zu tun, was sie will. Sie ist keines der Mädchen, das gerettet werden muss, und hat auch noch einige Asse im Ärmel, die auf genialste Art und Weise aufgedeckt werden - unerwartet für den Leser, genial von der Autorin eingefädelt!
Auch Cian, der ja eigentlich eher auf die Nerven gehen soll, ist ein liebenswürdiger Typ. Das würde ich jedenfalls allein durch die Art und Weise, wie er Kira 'Tinker Bell' nennt, schließen. Von ihm bekommen wir leider nicht so viel mit wie von Kira, was allerdings völlig verständlich ist - und daher nur Lust auf mehr macht!
Der einfache, schlicht gehaltene aber doch spannende Schreibstil rundet das ganze atemberaubende Spektakel ab. Denn ruhig wird es in "Verräter der Magie" sicher nicht! Wie ich eben schon angedeutet habe, hat es die Autorin drauf, mal eben die Richtung der Geschichte zu wechseln oder etwas einzubauen, was ich nie erwartet hätte. Es ist einfach ein verdammt gutes Debüt.


"Verräter der Magie" ist ein verräterisch guter erster Band einer deutschen Jungautorin, die zeigt, dass sie es kann! Das Buch besticht durch originelle Ideen, eine megaspannende Handlung und ein vielversprechendes Ende - unbedingt lesen!


Titel: Verräter der Magie
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ravensburger
Reihe: 1/3?
Preis: 9,99€

Sonntag, 1. September 2013

[Rezension] Walking Disaster - Jamie McGuire


Travis ist nicht der Typ für Beziehungen. Aber Abby ist anders, das spürt er, als er sie kennen lernt. Abby ist zum einen nicht wie die anderen Mädchen - sie könnte das Eine für ihn sein, sein Täubchen. Dieses Mädchen, für das er kämpfen würde. Schließlich hat er seiner Mutter etwas versprochen. Und das hält er.


Erinnert sich noch jemand an meine begeisterte Rezension von Beautiful Disaster? Das Buch hat mich ja damals absolut mitgerissen, und daher musste ich, als ich von Walking Disaster erfuhr, dieses natürlich haben. 
Im Prinzip ist die Story  ganz einfach erklärt. Alles, was wir schon in Beautiful Disaster erlebt haben, nur eben dieses Mal aus Travis Sicht. Für die Leute, die den Vorgängerband nicht leiden konnten, schied Walking Disaster wahrscheinlich schon von vorneherein aus, denn man erwartet storytechnisch nicht viel Neues. Und leider muss ich auch vorneweg nehmen, dass Walking Disaster nichts im Vergleich zu Beautiful Disaster ist...
Mit einem Prolog, der von dem Versprechen erzählt, das Travis seiner Mum gibt, geht die Story auch direkt wieder los. Abby und Travis lernen sich kennen - das kennen wir ja alle schon. Allerdings scheint alles wirklich geradezu verblüffend ähnlich. Was ich damit meine? Würde Abby nicht in dem Buch als Abby, sondern als "ich" bezeichnet werden, würde man kaum einen Unterschied merken. Es ist nämlich so, dass sich Jamie McGuires Schreibstil irgendwie überhaupt nicht an den Charakter anpasst. Es ist haargenau derselbe von Beautiful Disaster und abgesehen von ein paar Kraftausdrücken, die Travis ganz gerne benutzt, ist er nichts Besonderes. Es ist sogar ziemlich... ja. Schlecht.
Ich benutze dieses Wort nicht gerne in Rezensionen, aber während ich Walking Disaster las, fielen mir einige Dinge auf. Dass die Geschichte aus Travis Sicht erzählt wird, ist ja klar, sodass der Leser einen Einblick in seine Denkweise erfährt und zusätzlich noch ein bisschen... schlauer aus ihm wird. Das wird ja wohl auch der Anreiz gewesen sein, dieses Buch zu schreiben. Nur ist es so, dass an manchen Stellen Travis nicht erzählt. Nicht erzählen in dem Sinne, dass ich als Leser mehr das Gefühl hatte, dass er einen nüchternen Bericht erzählt. Manche Dinge in ein paar Sätzen zusammenfasst. Der Schreibstil wirkte zusätzlich sehr holprig, ich weiß nicht, ob es womöglich an der Übersetzung liegt, aber genauso hätte man damit einen Bericht nach dem Sommerferien schreiben können, wie denn die Ferien waren. Dazu hätte der Stil in diesem Buch gepasst, und das ist irgendwie sehr schade.
Doch nicht alle dieser Einblicke in Travis Leben sind schlecht. Schließlich erfährt man nun tatsächlich die "ganze" Story, auch die Stellen, an denen Abby ja eigentlich nicht dabei war und somit in Beautiful Disaster nicht berichten konnte. Das ist nicht schlecht. Sogar sehr interessant, denn damit wird komplett durchleuchtet, was für ein Arschloch - ja, tut mir leid, aber es IST so, jeder, der BD gelesen hat, stimmt mir zu - Travis eigentlich ist und zugegeben, er hat letzten Endes einige Sympathiepunkte bei mir verloren...
Wer sich jetzt nicht sicher ist, ob es sich lohnt, diesen zweiten Nicht-Teil, der ja kein Zwang ist, zu lesen - es ist nicht so, als wäre es komplett verschwendet. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich das Gefühl habe, dass das Buch mehr Geldmache ist, als dass es wirklich nötig gewesen wäre, die Geschichte von dieser Seite auszuleuchten, so kommen Abby-und-Trav-Fans zumindest zum Ende hin voll auf ihre Kosten - denn Jamie McGuire spinnt die Geschichte tatsächlich noch ein bisschen weiter...



"Walking Disaster" hätte ich im Nachhinein ganz ehrlich gesagt nicht unbedingt lesen wollen. Wahrscheinlich hätte ich die Geschichte doch lieber auf Abbys Seite beleuchtet gelassen. Denn die von Travis ist leider nicht so packend - oft ist der Schreibstil sehr emotionslos und mehr einem Bericht denn einer Erzählung angepasst. Dafür gibt es doch einige Stellen, die Fans sehr gut gefallen können, gerade, weil sie etwas mehr Licht ins Dunkle bringen. Ich kann keine richtige Leseempfehlung aussprechen, das müsst ihr wohl wirklich mit euch selbst ausmachen.


Herzlichen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Titel: Walking Disaster
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper
Reihe: Indirekt, zweiter Band von Beautiful Disaster
Preis: 9,99€
Kaufen?

Sonntag, 25. August 2013

[Rezension] Godspeed: Die Ankunft - Beth Revis

Achtung! Da es sich um den dritten Band einer Trilogie handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!


Nach drei fordernden und alles abverlangenden Monaten auf der Godspeed können Amy und Junior endlich auf ihrer neuen "Heimat" landen. Zumindest theoretisch - praktisch sieht das Ganze anders aus. Denn kaum kommen sie dort an, werden sie mit neuen Problemen konfrontiert. Zum Einen sind da dinosaurierartige Flugmonster und Amys Vater - Colonel Martin, der nun übernehmen will und mit Junior so aneinander gerät. Das ist aber nicht alles - denn die neue Erde ist nicht sicher. Da ist noch jemand. Jemand, der nach dem Leben von Juniors und Colonel Martins Leuten trachtet...


Oh mein Gott. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Godspeed: Die Ankunft ist wohl eine der Neuerscheinungen dieses Jahres, die ich am meisten ersehnt habe. Fans der Reihe können meine Gefühle sicher nachempfinden - es ist eine richtige Folter gewesen, nach dem zweiten Band ein weiteres Jahr auf den dritten warten zu müssen!
Dafür beweist Beth Revis, dass das Warten sich gelohnt hat. Kaum hat man das Buch aufgeschlagen und die ersten Seiten inhaliert, ist man wieder auf der Godspeed und direkt im Geschehen rund um Amy und Junior, die nun versuchen, mit denjenigen, die sich entschieden haben, die neue Welt kennen lernen zu wollen, zu landen. Schon die Landung bringt Komplikationen mit sich, und der Herzschlag beschleunigt sich automatisch. Man wird also von Anfang an unter Strom gesetzt - und das bei was für einer Frequenz! Das ganze Buch über kann man von mir aus auf verschiedene Dinge warten, aber Langeweile kommt bei aller Liebe nicht auf.
Als Amy dann endlich ihre geliebten Eltern auftauen darf, stellt ihr Vater, der vom Militär ist, fest, dass er wegen den Morden nun Oberbefehlshaber ist. Und Colonel Martin nimmt seine Verpflichtungen ernst. Das ist Junior ein Dorn im Auge, fühlt der sich doch zu sehr an den Ältesten erinnert...
Für Konflikte ist also ausreichend vorgesorgt. Hinzu kommt diese krasse Situation auf der Erde, bei der man als Leser einfach nur mitfiebert. Man will mehr wissen, genau wie alle anderen, will wissen, wer dort lebt - was dort lebt. Durch den unglaublich guten Schreibstil von Beth Revis wird diese Forschungsreise besonders "schmackhaft" gemacht - sie versteht es einfach, dem Leser das zu zeigen, wie sie es sieht, und ihre Welt Außenstehenden näherzubringen. Es ist unglaublich. Es ist SO GUT. Ich kann es einfach nicht anders ausdrücken. Ich hing an den Zeilen! Was ist es für ein Kampf, so ein gutes Buch zu lesen, das man nicht zur Seite legen kann, und gleichzeitig mit schwerem Herzen nicht weiterlesen zu wollen, weil man sich weigert, Charakteren wie Junior und Amy Tschüss zu sagen!
Amy ist taff wie eh und je. Ich finde, die Landung tat ihrem Charakter zusätzlich gut. Dieser dritte Band ist sozusagen wirklich IHR Band, denn es zeigt Amy in ihrer vollen Pracht. Wer sie vorher gut fand, wird sie nun unglaublich finden. Amy ist taff, weiß aber, wo ihr Herz liegt - bei Junior und ihrer Familie. Sie ist halt nicht auf den Kopf gefallen, einfach eine wunderbare Protagonistin, bei der es Spaß gemacht hat, sie die drei Bände über zu verfolgen!
Junior selbst wächst und wächst weiter. Nun als Anführer der Godspeed steht er seinen Leuten und Amys Vater gegenüber. Er kann seine Leute nicht im Stich lassen, kann nicht die "Führung" komplett an Colonel Martin abtreten - und eckt so gezwungenermaßen an. Zusätzlich lernen wir noch viele andere Seiten von ihm kennen, die vorher nicht beleuchtet wurden...
Leute, es hört sich bescheuert an. Doch ich kann es nicht anders ausdrücken. Sämtliche Charaktere von der Godspeed, egal ob die "Guten" oder die "Bösen", ich fand sie alle schon immer unglaublich gut. Doch dieser Ortswechsel, der hat das noch einmal geschafft, jede einzelne Facette hervorzubringen und schimmern zu lassen. Ich bin selten so begeistert von einem Buch gewesen, vielleicht kann man das ja an dieser so konfusen Rezension irgendwie ablesen. Ich hoffe es.


Auch wenn mit dem dritten Band rund um Amy und Junior die Reise auf der Godspeed nun beendet ist, kann ich nicht leugnen, dass es eine verdammt gute Reise war. In "Godspeed: Die Ankunft" holt Beth Revis noch einmal ALLES aus Story, Charakteren und ihrem Schreibstil raus und erschafft einen UNGLAUBLICHEN Abschlussband!
Falls jemand die Reihe noch nicht angerührt hat, muss er es spätestens jetzt tun. Es gibt keinen Grund, die Finger von den Büchern zu lassen. 


Titel: Godspeed: Die Ankunft
Hardcover: 480 Seiten
Verlag: Dressler
Reihe: 3/3
Preis: 19,95€
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