Samstag, 24. Juni 2017

[Rezension] Am I Normal Yet? — Holly Bourne


Inhalt
Evie will nur normal sein. Immerhin wurde die Dosis ihrer Medikamente verringert, und dass sie ein Date hat, muss bedeuten, dass es aufwärts geht, nicht wahr? Doch dann wird das Date nicht nur zu einem Albtraum, auch das Gefühlsdrama lässt Evie befürchten, wieder in alte Muster zurückzufallen. Das einzig Gute: Auf der Party, auf welcher ihr Date den Bach runterging, hat sie Amber und Lottie kennengelernt, mit denen sie sich ziemlich schnell anfreundet. Doch wie kann sie sich helfen lassen, wenn ihre Freunde nicht über ihre Krankheit Bescheid wissen?

Meine Meinung
Ich habe Am I Normal Yet? aus einer reinen Laune heraus gekauft. Das eBook war günstig, es klang nach einem etwas anderen Jugendbuch, und die Bewertungen bei Goodreads waren überraschend gut. Holly Bourne hat bereits ziemlich viele Bücher veröffentlicht, und ich bin fest entschlossen, in der Zukunft noch mehr von ihr zu lesen!
Aber zurück zum Anfang: Am I Normal Yet? hat schon eine ganz besondere Prämisse. Wir haben ein Jugendbuch, das sich auf Thematiken konzentriert, die in anderen Büchern oft untergehen oder gar nicht erst erwähnt werden: Freundschaft, Mental Health und Feminismus. Allein schon den Versuch zu unternehmen, das in ein Buch zu packen, finde ich bewundernswert — hinzu kommt, dass Holly Bourne verdammt gute Arbeit geleistet hat.
"When boys get older, if they don't find someone they get called bachelors. We get called spinsters. There isn't a word that means male spinster. Just like there isn't a word for a guy who sleeps around — whereas there are TONS for girls. The Englisch language itself is sexist — it reinforces those overgeneralized, screwed-up notions about how boys and girls are allowed to be..."
(Holly Bourne, Am I Normal Yet?)
Die Freundschaft der drei Mädchen — die später den Spinster Club (dt. Club der alten Jungfern) gründen — ist einfach herrlich. Sie unterstützen sich gegenseitig, sind ehrlich zueinander und können sich auch eingestehen, wenn sie etwas falschgemacht haben. Nie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Amber und Lottie nur als Freundinnen charakterisiert werden; stattdessen gibt Bourne ausnahmslos jedem Charakter in dem Buch einen wirklichen Charakter, mit eigenen Geschichten und entsprechenden Eigenheiten. Gerade beste Freundinnen werden so oft stereotypisiert — hier aber nicht, und allein das machte das Buch zu einem absoluten Lesevergnügen.
Bald häuften sich die positiven Aspekte: Ich schloss die Protagonistin Evie unglaublich ins Herz, liebte ihre enge Beziehung zu ihrer Schwester, allein schon der Schreibstil ist herrlich erfrischend. Holly Bourne bringt einen ganz besonderen Humor mit ein, wegen dem ich öfters lachend (oder zumindest grinsend) vor dem Buch saß.
"Everyone's on the cliff edge of normal. Everyone finds life an utter nightmare sometimes, and there's no 'normal' way of dealing with it." Sarah sighed. "There is no normal, Evelyn. There's only what's normal to you. You're chasing a ghost."
(Holly Bourne, Am I Normal Yet?)
Mein Lieblingsaspekt — neben der Freundschaft und den feministischen Einflüssen — war aber ganz klar die Ausgestaltung von Mental Health. Evie kämpft seit Jahren mit einer OCD und einer generalisierten Angststörung. Ich kann nicht als Betroffene sprechen, hatte aber den Eindruck, dass Bourne sehr sorgfältig recherchiert hat und das Thema auch im Buch exzellent angeht. Vor allem wird hier, im Gegensatz zu anderen Büchern, nichts romantisiert. Wir erleben Evie an Höhepunkten, aber auch an (vielen) Tiefpunkten. Ihr Verhalten wird nicht beschönigt, hässliche Aspekte nicht ausgelassen. Vor allem wird ihre Therapie nicht nur angesprochen, sondern explizit im Buch thematisiert und nicht klischeehaft abgespeist. Auch im Nachhinein bin ich noch vollkommen begeistert von dieser akkuraten und ehrlichen Repräsentation.
Es gab nichts, das mich an Am I Normal Yet? wirklich gestört hat. Ich habe hauptsächlich einen kleineren Kritikpunkt anzubringen, das einzige Klischee, das sich überhaupt in dem Buch finden lässt: Im Laufe der Handlung gibt es drei Jungs, die mehr oder weniger plötzlich an Evie interessiert sind. (Zugegeben, nicht gleichzeitig, und keiner schwört ihr seine ewige Liebe, was einen Pluspunkt gibt.) Ich war einfach manchmal etwas überrumpelt in der Hinsicht, weil es mir etwas... unrealistisch erschien? Gleichzeitig muss ich zumindest Bournes Umgang damit loben. Denn wieder wird nichts romantisiert, und auch Lottie und Amber halten vor Evie nicht zurück, was sie davon halten.
"You find his arrogance and his alphaness sexy — because you've been conditioned into thinking that's how boys should be."
(Holly Bourne, Am I Normal Yet?)
Tja, ich wünschte, ich hätte mit sechzehn Jahren so gedacht. Vor allem wünschte ich aber, dass solche Verhaltens- und Denkweisen in mehr Jugendbüchern herausgefordert werden würden.
Was soll ich sagen — ich habe es keine Sekunde bereut, Am I Normal Yet? spontan gekauft zu haben. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich das Buch verschlungen und allein schon die Tatsache, dass es zwei weitere Bände aus Ambers bzw. Lotties Sicht gibt, freut mich ungemein! Bourne hat ein unglaublich wichtiges Buch geschrieben, das nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit bekommt, wie es verdient — das muss sich ändern!
Schließen möchte ich mit einer Aussage der Autorin:
"Feminism is for all genders. Feminism benefits all genders."
Amen.

Fazit
Am I Normal Yet? hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern können. Holly Bourne porträtiert nicht nur eine authentische Mädchenfreundschaft, sondern spricht auch wichtige Themen wie Mental Health und Feminismus an. Von diesem Werk könnten sich viele andere Jugendbücher eine Scheibe abschneiden!


Am I Normal Yet? ⚬ 433 Seiten ⚬ Usborne Publishing ⚬ kann als Einzelband gelesen werden ⚬ 2,76€* (eBook) bzw. 8,99€* (Print)  

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Dienstag, 20. Juni 2017

[Rezension] The Distance from me to you — Marina Gessner


Inhalt
Kendra und ihre beste Freundin Courtney haben einen gemeinsamen Plan: In dem Sommer nach ihrem Schulabschluss wollen sie den 3500km langen Appalachian Trail bewältigen. Doch in der letzten Sekunde entscheidet sich Courtney, zu Hause zu bleiben.
Kendra will die Wanderung trotzdem durchziehen, und so startet sie alleine. Auf dem Trail trifft sie auf Sam, der vor seiner Vergangenheit fliehen will, und die beiden stürzen sich in eine Beziehung.

Meine Meinung
Vielleicht hätte ich es besser wissen müssen.
In letzter Zeit bin ich den "klassischen" Jugendbüchern à la Girl meets Boy aus dem Weg gegangen. Weil ich kein Fan von den Liebesgeschichten war, weil sie bestenfalls schlecht und schlimmstenfalls katastrophal dargestellt wurden. Dennoch entschloss ich mich, The Distance from me to you eine Chance zu geben. Denn die Idee eines Mädchens, das alleine eine 2000 Meilen lange Wanderung macht, hat mich einfach unglaublich fasziniert und ich war zumindest gespannt, wie die Autorin dieses Element ausgestalten würde.
Leider konnte mich das Buch nicht im Geringsten überzeugen, schlimmer noch: Es hat mich durchweg schockiert und wütend gemacht.
Schon in den ersten Kapiteln, noch bevor Sam überhaupt eingeführt wird, wird klar, dass hier viel schwarz-weiß gezeichnet wird. Courtney bleibt zu Hause wegen einem Jungen; obwohl sie als beste Freundin betitelt wird, hatte ich nicht das Gefühl, zwischen ihr und Kendra eine Freundschaft zu sehen.
Mit Brendan, Kendras Freund, ist es ähnlich. Er wird als "lieb, aufrichtig und ernst" beschrieben, außerdem will er im Herbst sein Studium aufnehmen. Da der Klappentext bereits Sam ankündigt, rechnete ich damit, dass Kendra und Brendan sich trennen würden. Genau das passierte auch: Als Kendra auf dem Trail unterwegs ist, erhält sich die Nachricht von Brendan, er wolle sich auf sein Studium konzentrieren und daher eine Beziehungspause. Aha. Das ist von seiner Seite schön blöd, aber Kendras Reaktion ist noch absurder. Sie trauert nicht, ist nicht wütend, verurteilt ihn höchstens für seine Prioritäten. Schließlich steckt er ja in seinen Plänen fest.
Grundsätzlich fiel es mir unglaublich schwer, eine emotionale Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Das liegt gar nicht einmal daran, dass Gessner in der dritten Person schreibt — vielmehr berichtet sie tatsächlich nicht von den Gefühlen der Charaktere. Sie reagieren kaum emotional, setzen sich nie mit ihren Handlungen auseinander... und das gilt für die Protagonisten! Die wenigen Nebencharaktere werden nur klischeehaft charakterisiert, sodass sie vollkommen blass bleiben.
Meine Meinung über Kendra schwankte regelmäßig, worauf ich später noch zurückkommen werde, aber aus ihr hätte man grundsätzlich etwas machen können. Was Sam anbetrifft... puh.
Eingeführt wird er als klassisches Loveinterest: Groß, gutaussehend, ein Mädchenmagnet. (Dass er seit Wochen auf dem Trail herumläuft und vermutlich nicht mehr frisch riecht, erwähnt niemand.) Er flirtet natürlich mit Kendra, die sich als bestenfalls unauffällig beschreibt, und da die beiden in dieselbe Richtung laufen, begegnen sie sich in der Folge immer wieder.
Anstatt die Chance auszunutzen und die beiden sich wirklich kennenlernen zu lassen, konstruiert die Autorin lediglich zufällige Treffen, von denen eins absurder als das andere ist. Sam erzählt nichts von sich selbst und seiner Vergangenheit, und wenn Kendra etwas sagt, dann verhöhnt er sie regelrecht dafür. Leute, ich habe so einiges gelesen, aber ich bin noch nie einem so verachtungsvollen Charakter begegnet. Sam ist unfähig, irgendetwas zu kommunizieren, und in der Folge dessen schlichtweg voreingenommen und verbittert:
Sam hatte ihr nichts davon gesagt, wie aufgewühlt und unruhig er war. Komisch, dass sie es nicht bemerkte. Er vergaß, dass er manchmal [...] schwer zu durchschauen war.
(The Distance from me to you, Marina Gessner, bloomoon)
Nur, dass wir uns richtig verstehen. Sam macht Kendra für seine Unfähigkeit verantwortlich. Sie muss ihn verstehen. Ganz zu schweigen von verallgemeinernden, sexistischen Aussagen wie diesen:
Sie sah genauso aus, wie ein Mädchen aussehen sollte, süß, brav und anständig.
(The Distance from me to you, Marina Gessner, bloomoon)
Unglaublich, wie reiche Mädchen ihr Geld verschwendeten, ganz abgesehen von ihrer Energie.
(The Distance from me to you, Marina Gessner, bloomoon)
Da fehlen selbst mir die Worte, und ich dachte, ich hätte schon alles gelesen.
Das Ganze gipfelt in einem von zahlreichen Ausbrüchen Sams:
"Halt die Klappe", rief Sam endlich.
(The Distance from me to you, Marina Gessner, bloomoon)
Es besteht einfach keinerlei Chemie zwischen den beiden, wie auch? Sie reden ja nicht miteinander. Sie wissen in der Konsequenz nichts voneinander und hören sich nicht zu. An irgendeinem Punkt entscheidet Kendra, sich vor ihm auszuziehen, was den Start der "Beziehung" der beiden markiert. Wow. Super romantisch. Ich glaube, ich hätte das sogar noch hingenommen, aber das, was ich oben zitiert habe, markiert keine schlecht geschriebene, sondern eine schlichtweg toxische Beziehung. (Sam bringt sie im Laufe des Buches auch noch dazu, sehr viele, sehr blöde Dinge zu machen.) Was für ein Bild wird da jüngeren Lesern vermittelt?
Dieses Verhalten färbt natürlich auch auf Kendra ab:
Die ganzen Bücherstapel zu Hause, das viele Lernen, die ganzen guten Noten, und trotzdem wusste sie nicht, wie man es anstellte: die simpelste, grundlegendste Sache der Welt, nämlich einen Jungen dazu zu bringen, sie zu küssen.
(The Distance from me to you, Marina Gessner, bloomoon)
Das Problem habe ich schon öfters bei Jugendbüchern beobachtet. Gerade, wenn das Mädchen einen Hintergrund aus einer intakten bzw. wohlhabenden Familie und guten Noten hat, wird das oft als etwas Schlechtes dargestellt? Als ob man sie dafür verurteilen müsste. Als ob sie das zu einem Langweiler oder einem weniger guten Menschen machen würde. Wieder gibt es nur schwarz oder weiß. Verdammt schade. Es ist nichts Falsches daran, aus seiner Komfortzone auszubrechen. Aber auch hier animiert Sam Kendra zu Dingen, auf die sie niemals eigenständig gekommen wäre, und wodurch sie unverantwortliche Entscheidungen trifft, mit denen sie sich selbst in Gefahr bringt. Und das nur, um mit ihren "langweiligen" Regeln zu brechen? Um begehrenswert für diesen Jungen zu sein?
Was Sam anbetrifft, kann ich nichts Revidierendes sagen. Seine Vergangenheit rechtfertigt nicht im Geringsten sein Verhalten.
Kendra... Kendra hätte eine ziemlich gute Protagonistin werden können. Es gibt vereinzelte Augenblicke im Buch, in denen man einen ganz anderen Blick auf sie erhaschen kann. Allein schon die Tatsache, dass sie sich vornimmt, die Wanderung alleine durchzuziehen, fand ich unglaublich bewundernswert! Leider geht die Kendra des Anfangs (wenn auch sie Vorurteile hegt und undankbar wirkt) im Mittelteil verloren. Der Wanderaspekt geht mit Sams Auftauchen den Bach herunter, rückt schlichtweg in den Hintergrund und verliert sich stellenweise komplett. Da wäre so viel mehr gegangen!
Am Ende des Buches gelang es Gessner zumindest, einen Hoffnungsschimmer zu erwecken (nicht nur, weil es vorbei war). Ich werde nichts spoilern, aber meiner Meinung nach hat sie mit dem Ausgang die bestmöglichste Entscheidung getroffen; noch dazu sieht auch Kendra bis zu einem gewissen Grad ein, was für gefährliche Entscheidungen sie getroffen hat.
Aber, wie bereits gesagt, nichts kann über diesen katastrophalen männlichen Protagonisten hinwegretten. Wieder einmal ist es schockierend, was man in Jugendbüchern vorfinden kann, was von vielen als schlichtweg "normal" gelesen wird. Da bildet The Distance from me to you keine Ausnahme.

Fazit
The Distance from me to you hätte ein außergewöhnliches Jugendbuch sein können, kann aber in seiner Umsetzung nicht überzeugen. Gerade die beschriebene Liebesgeschichte ist nicht nur unrealistisch und wenig romantisch, sondern geradezu toxisch. Da geht noch einiges!


Vielen Dank an bloomoon und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

The Distance from me to you ⚬ übersetzt von Katrin Behringer 336 Seiten ⚬ bloomoon ⚬ Einzelband 12,99€ (eBook) bzw. 14,99€ (Print)

Samstag, 17. Juni 2017

"Ich kaufe mir niemals einen E-Reader!" (Eine Liebesgeschichte)

Ich erinnere mich noch vage daran, wie es war, als die ersten E-Reader in Deutschland auf den Markt kamen. Damals waren sie so neu und besonders und überall brachen die Diskussionen aus, ob sie das "echte" Buch ersetzen würden. Umfragen wurden gemacht, Statistiken konstruiert, erste Befürchtungen ausgesprochen. Ich schüttelte nur den Kopf, nahm mein tausendseitiges Taschenbuch zur Hand und sagte mir, also ich könnte ja niemals die Tinte gegen E-Ink austauschen.

Tja, jetzt, ein paar Jahre später, bin ich Besitzerin eines Kindle Paperwhites. Und obwohl ich das Teil erst seit etwas über einer Woche habe, weiß ich jetzt schon, dass ich es nie wieder hergeben möchte.


Das soll kein Post werden, in dem ich euch irgendwelche technischen Details vorstelle. Ich habe nie einen anderen E-Reader genutzt, kann keinen Vergleich ziehen. Aus meiner Amateurperspektive kann ich allerdings sagen, dass ich mich für den Paperwhite aus zwei Gründen entschiede habe: Der Preis war in Ordnung für das, was ich wollte, (89€, wenn er im Angebot ist!) und der E-Book-Kauf über Amazon ist simpel und problemlos für mich. Das war allerdings erst, nachdem ich mir eingestanden hatte, dass ich diesen bösen E-Book-Reader doch nicht mehr so übel fand.

Was sich geändert hat? Gute Frage. Ich brauche meistens etwas Zeit, um mich an Neuerungen zu gewöhnen. Ausschlaggebend war letztendlich, dass ich mittlerweile einen Großteil der Bücher, die ich lese, auf Englisch verschlinge. Und gerade Amazon hat oft echt unverschämt gute Kindle-Deals. (The Long Way to a Small, Angry Planet, das ihr oben abgebildet seht, kostet aktuell 99 Cent!) Klar kann man dadurch Gefahr laufen, nur noch auf "Kaufen" zu klicken. Aber das passiert auch mit gedruckten Büchern. ;) Für mich ist es einfach optimal.

Hinzu kommt, dass ich letztes Jahr für's Studium ausgezogen bin und relativ oft zurück in die Heimat fahre — und so witzig es auch ist, das Klischee des Bloggers zu erfüllen, der gefühlt fünfundzwanzig Bücher von A nach B schleppt, für die Nerven macht es keinen Spaß. Der Kindle wiegt kaum was. Und ich kann mehr Bücher bei mir haben, ohne dass ich einen halben Nervenzusammenbruch habe, weil mir der Platz im Rucksack ausgeht.

Die Einrichtung war super einfach. Die Handhabung ist simpel. Ein Oxford Dictionary ist bereits vorinstalliert, was eben gerade bei englischen Büchern das Lesen einfacher macht. Es gibt eine Notizfunktion, dank der ich Stellen, auf die ich gegebenenfalls in Rezensionen zurückgreifen möchte, direkt markieren kann. Der Touch ist vollkommen in Ordnung. Nachts brauche ich kein Leselicht. Und ich kann in der Sonne lesen — da spiegelt nichts, das Display muss nicht einmal heller gestellt werden, die Schrift bleibt trotzdem deutlich lesbar.

Die Verliebtheit hält an. Weil ich das Buch an jeder Stelle bequem pausieren kann und mir nicht um ein Lesezeichen den Kopf zerbrechen muss, weil ich in jeder Position auf dem Bett lesen kann, ohne dass mir das Handgelenk halb abbricht, weil das Hardcover zu schwer oder unhandlich ist oder ich ständig die Seiten offenhalten muss.


Nein, ich werde dem gedruckten Buch nie, nie, niemals abschwören. Aber für mich ist der Kindle Paperwhite eine perfekte Ergänzung, die ich nicht mehr vermissen möchte.

Viel mehr interessieren mich aber eure Erfahrungen: Habt ihr einen E-Reader? Möchtet ihr euch gerne einen anschaffen? Oder seid ihr überzeugt, dass euch niemals so ein Teil ins Haus kommt? Ich bin gespannt. 👩‍💻

Sonntag, 11. Juni 2017

Noch mehr Bücher wird 5 Jahre alt! (Peinliche Beiträge + Gewinnspiel!)


Am 11. Juni 2012 habe ich zum ersten Mal auf Veröffentlichen gedrückt.
Damals hieß Noch mehr Bücher noch Amoureux des Livres, woran sich ein paar von euch vielleicht noch erinnern werden. Außerdem hatte es zwei Autorinnen mehr — verrückt, oder?
In den letzten fünf Jahren habe ich viele Erfahrungen gemacht. Von den ersten Followern über das erste Rezensionsexemplar bis hin zu Beiträgen, die so oft geteilt und angeschaut und retweetet und kommentiert wurden, dass es mir den Atem raubte. Designs wurden verändert, HTML-Kriege gekämpft, Rezensionen neu strukturiert.
Die einzige Kontinuität? Meine Liebe zu dem Blog. Egal, ob in babyblau oder in altrosa, in kommentarlosen und kommentarreichen Zeiten — zu keinem Zeitpunkt habe ich bereut, vor nunmehr fünf Jahren begonnen zu haben. Ich wurde öfters schon nach dem Warum gefragt, und ich habe eine schlechte Erinnerung, heißt: Keine Ahnung, was mich damals bewogen hat. Heute ist es ganz klar ein Mitteilungsbedürfnis. Ich schreibe über die Dinge, die mir wichtig sind — und auf Leute zu treffen, die dieselben Interessen teilen, ist jeden Tag aufs Neue ein ganz besonderes Geschenk.

Danke
Danke für eure Klicks. Ob auf das Folgen bei GFC, Bloglovin, Twitter und Co. oder schlichtweg auf den neuen Blogbeitrag. Es ist verdammt cool, zu wissen, dass es da draußen irgendjemanden gibt, der sich zumindest ansatzweise für den Gedankenmüll interessiert, den ich hier fabriziere.

Danke für all die herzensguten Menschen, die ich über die Jahre kennenlernen durfte. Es sind viel zu viele, um allen gerecht zu werden, deshalb fühlt euch einfach angesprochen. (Mara, Tina, Julia, Denise, Jacquy, Aileen ♥︎) Ob es eure Kommentare, Tweets oder eure eigenen Blogbeiträge/Arbeiten sind — ihr seid eine konstante Inspirationsquelle.

Danke für all die positiven Erfahrungen, die ich machen durfte; ich schätze mich sehr glücklich, nur wenigen negativen Ereignissen in den fünf Jahren begegnet zu sein. Das ist (leider) nicht selbstverständlich.

Aus dem Archiv
Dankesreden und Rückblicke sind ja schön und gut, aber am 11. Juni 2012 war ich ganze dreizehn Jahre alt und auch wenn ich im Nachhinein zumindest von meiner Rechtschreibung beeindruckt bin, so sind in den letzten fünf Jahren doch einige Fauxpaus zu finden. (Wenn ihr nur für das Gewinnspiel da seid und euch nicht mit mir über mich lustig machen wollt, einfach weiter nach unten scrollen.)

Aus meiner Rezension zu Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern, 23.7.13:
(Ein unpersönlicher Stil, der das Ganze um einiges unpersönlicher macht? Was ich nicht sage...)

Schattenschwingen von Tanja Heitmann war für mich ein ziemlicher Griff ins Klo, und ich habe mich noch vor (!) der Bloggründung am 27.2.12 gehörig darüber aufgeregt:
(Schön zu sehen, dass ich immerhin schon damals einen Riecher für schlechten Plot hatte.)

Ich habe am 23.5.15 über die Faszination High Fantasy geschrieben und, äh, schlecht über meine Vergangenheit geredet:
(Von meinem sechzehnjährigen Ich hätte ich wirklich eine bessere Wortwahl erwartet.)

Mein persönliches Highlight ist jedoch mein Kommentar vom 15.11.15, versteckt zwischen den Zeilen meiner Geburtstagsausbeute:
(Spoiler: Ich lernte in den darauffolgenden Monaten nicht unbedingt, Dantons Tod zu lieben, aber ich mochte es zumindest.)

Es gibt aber auch einige Posts, auf die ich sehr stolz bin:

Meine Auseinandersetzung mit "anspruchsvoller Literatur", Teil 1 und Teil 2.

Als mir schon 2015 auffiel, dass ich es ein wenig leid war, andauernd über erzwungene Liebesbeziehungen in Jugendbüchern zu stolpern.

Ich bin auch noch ein wenig stolz auf meine Liebeserklärung zu The Song of Achilles von Madeline Miller; das war damals die ausführlichste Rezension, die ich je geschrieben hatte, und ich erinnere mich noch daran, wie lange ich vor dem Bildschirm saß.

Nichts hat mir jedoch so viel Ehrfurcht beschwert wie das Eingeständnis, dass ich vielleicht doch nicht so reflektiert lese, wie ich es gerne tun würde.

Gewinnspiel
In all den Jahren habe ich jedoch niemals ein Gewinnspiel veranstaltet, und es wird Zeit, das zu ändern. (Auch wenn ein Teil von mir schreit: Da nimmt doch eh niemand dran teil! Nehmt teil. Tut mir den Gefallen. ;))

Ich habe lange überlegt, was ich verlosen soll, und mich schließlich dafür entschieden, eines der Bücher zu verschenken, die mich in den letzten Monaten auf irgendeine Art und Weise besonders berührt haben. Ich kann verstehen, dass da vielleicht nicht für jeden Geschmack ein Buch dabeisein wird; aber irgendwie soll das Gewinnspiel ja auch meinen Blog (und letztlich meinen Lesegeschmack) reflektieren.

Es gibt einen Gewinn. Ich wünschte, ich könnte euch allen etwas schenken, aber das ist bei mir finanziell einfach nicht drin. Daher darf sich der/die Gewinner*in aus der unten stehenden Aufzählung ein Buch aussuchen. Entweder:


Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.
Als einer der wenigen Antari springt Kell zwischen den verschiedenen Welten hin und her. Doch er führt ein Doppelleben: Er ist Botschafter der Könige, aber auch ein Schmuggler. Eines Tages wird ihm als Bezahlung für einen außergewöhnlichen Botengang ein schwarzer Stein zugesteckt. Dass es sich um ein mächtiges magisches Artefakt handelt, merkt er erst, als er sich von einem gefährlichen Feind verfolgt sieht, der ihm das gute Stück abjagen möchte und dabei vor keinem Mittel zurückschreckt.
Auf der Flucht trifft der Magier die gewitzte Diebin Delilah Bard, die Kell zunächst ausraubt, ihm dann aber hilft. Allerdings erwartet sie eine Gegenleistung von ihm ...
(Quelle Meine Rezension ⚬ Ihr könnt das englische oder das deutsche Taschenbuch wählen)


The Crown's Game — Evelyn Skye
Vika Andreyeva can summon the snow and turn ash into gold. Nikolai Karimov can see through walls and conjure bridges out of thin air.
They are enchanters—the only two in Russia—and with the Ottoman Empire and the Kazakhs threatening, the tsar needs a powerful enchanter by his side.
And so he initiated the Crown’s Game, a duel of magical skill—and the greatest test an enchanter will ever know. The victor becomes the Imperial Enchanter and the tsar’s most respected adviser. The defeated is sentenced to death.
Raised on tiny Ovchinin Island her whole life, Vika is eager for a chance to show off her talent in the grand capital of Saint Petersburg. But can she kill another enchanter—even when his magic calls to her like nothing else ever has?
For Nikolai, an orphan, the Crown’s Game is the chance of a lifetime. But his deadly opponent is a force to be reckoned with—beautiful, whip smart, imaginative—and he can’t stop thinking about her.
And when Pasha, Nikolai’s best friend and heir to the throne, also starts to fall for the mysterious enchantress, Nikolai must defeat the girl they both love… or be killed himself.
As long-buried secrets emerge, threatening the future of the empire, it becomes dangerously clear—the Crown’s Game is not one to lose.
(Quelle Meine Rezension Englisches Taschenbuch)


Sleeping Giants / Giants: Sie sind erwacht — Sylvain Neuvel
Als die kleine Rose eines Abends beim Spielen in einer Höhle eine gewaltige Metallhand entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fund ihr ganzes Leben verändern wird. Siebzehn Jahre später will sie, inzwischen eine herausragende Physikerin, das noch immer ungelöste Rätsel aufklären. Gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaftlern und Militärs findet Rose heraus, dass die Hand zu einem riesigen Roboter gehört, dessen Körperteile über den ganzen Globus verteilt sind. Doch wer hat den Roboter gebaut? Wann wurde er in der Erde vergraben? Und was bedeuten die seltsamen Zeichen auf dem Metall?
(Quelle ⚬ Meine Rezension ⚬ Ihr könnt das deutsche oder das englische Taschenbuch wählen)


The Hate U Give — Angie Thomas
Sixteen-year-old Starr Carter moves between two worlds: the poor neighborhood where she lives and the fancy suburban prep school she attends. The uneasy balance between these worlds is shattered when Starr witnesses the fatal shooting of her childhood best friend Khalil at the hands of a police officer. Khalil was unarmed.
Soon afterward, his death is a national headline. Some are calling him a thug, maybe even a drug dealer and a gangbanger. Protesters are taking to the streets in Khalil’s name. Some cops and the local drug lord try to intimidate Starr and her family. What everyone wants to know is: what really went down that night? And the only person alive who can answer that is Starr.
But what Starr does—or does not—say could upend her community. It could also endanger her life.
(Quelle Meine Rezension Englisches Hardcover)


Rebel of the Sands — Alwyn Hamilton
Dustwalk is an unforgiving, dead-end town. It's not the place to be poor or orphaned or female. And yet Amani Al'Hiza must call it 'home'.
Amani wants to escape and see the world she's heard about in campfire stories.
Then a foreigner with no name turns up, and with him she has the chance to run.
But the desert plains are full of dangerous magic. The Sultan's army is on the rise and Amani is soon caught at the heart of a fearless rebellion...
An epic story of swirling desert sands, love, magic and revolution.
(Quelle Meine Rezension Englisches Taschenbuch)

Teilnahmebedingungen:
  • Ihr müsst meinem Blog folgen. (Ob GFC, Bloglovin, Twitter, Facebook etc. steht euch frei.)
  • Hinterlasst mir einen Kommentar: Wie lange folgt ihr meinem Blog schon? Gibt es irgendwelche Dinge, die ihr euch in Zukunft noch von mir wünscht, oder die euch besonders gut gefallen?
  • Sagt mir außerdem, welches Buch ihr euch im Gewinnfall wünscht.
  • (Und wer einen peinlichen Blogbeitrag in seinem Archiv lauern hat, ist verpflichtet, den mit mir zu teilen. ;))
  • Eure E-Mail-Adresse brauche ich auch noch, um euch im Gewinnfall zu kontaktieren!
Noch mehr Bedingungen:
  • Ihr müsst aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommen.
  • Ihr seid entweder schon 18 oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
  • Falls das Paket beschädigt ankommt oder Amazon die Zustellung versemmelt, kann ich keine Haftung übernehmen.
  • Im Gewinnfall müsst ihr eure Adresse mit mir teilen, die ich nach der Zusendung des Gewinns wieder löschen werde.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, dem 25. Juni 2017, 18 Uhr.

Gewonnen hat Julia, herzlichen Glückwunsch! Und danke an alle, die so fleißig teilgenommen und so liebe Kommentare hinterlassen haben!


Damit seid ihr endlich erlöst. Ich möchte noch einmal ein großes Danke aussprechen, eine Gruppenumarmung und Kekse in die Runde werfen und euch ganz viel Glück beim Gewinnspiel wünschen!

(Auf die nächsten fünf Jahre. So schnell wird mich hier keiner los.)

Samstag, 3. Juni 2017

[Rezension] One of Us Is Lying — Karen M. McManus


Inhalt
Bronwyn, Nate, Addy, Cooper und Simon finden sich — wenn es nach ihnen geht, zu Unrecht — beim Nachsitzen ein. Simon ist fünfzehn Minuten später tot. Während die Todesursache bald festgestellt werden kann, ist die Frage, wer es getan hat, eine, die unlösbar scheint. Waren die vier Mitschüler nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Hat es womöglich einer von ihnen getan oder — wie die Polizei behauptet — vielleicht sogar alle zusammen?
Eines ist sicher: Jeder von ihnen trägt ein Geheimnis mit sich herum, eines dunkler als das andere. Und wie es so mit Geheimnissen ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ans Licht kommen...

Meine Meinung
Auf One of Us Is Lying habe ich mich schon seit Monaten gefreut; dass der örtliche Thalia es schon Tage vor dem Erscheinen vorrätig hatte, wertete ich noch als zusätzliches Zeichen. Ich weiß gar nicht mehr, was mich so sehr an dem Buch fasziniert hat; vermutlich hatte ich einfach mal wieder Lust auf einen "guten alten" Contemporary. Genau das — und vielleicht noch ein bisschen mehr — sollte ich bekommen.
Zuallererst finde ich es beeindruckend, wie gut es McManus gelingt, die Geschichten der vier Jugendlichen (Simon bekommt logischerweise keine Perspektive) zu erzählen. Obwohl das Buch keine vierhundert Seiten hat, hatte ich nie das Gefühl, dass irgendjemand zu viel oder zu wenig zu Wort kam. Zugegeben habe ich nicht alle von ihnen von anfangs an gemocht, — gerade mit Addy hatte ich meine Probleme — aber als ich das Buch zuschlug, war ich schon ein wenig traurig, sie alle gehen zu sehen.
Das Ding ist, sie werden im Klappentext der Geschichte als Stereotype beschrieben: Bronwyn ist die Streberin, Nate der Drogendealer, Addy das folgsame Hündchen ihres Freundes, Cooper ist der perfekte Schönling, dem die Sportstipendien förmlich zufliegen. Dabei macht die Autorin so viel mehr aus ihnen, verpasst ihnen Familien, Hobbys, Freunde und schafft es noch irgendwie, das alles ins Buch zu packen, ohne dass irgendwo Längen entstehen. Grundsätzlich finde ich klasse, welche Rolle Familie in One of Us Is Lying einnimmt. Nein, es werden nicht harmonische Familien präsentiert — aber wenigstens werden die Eltern und Geschwister erwähnt und tauchen tatsächlich auf, anstatt immer "zufällig" außer Haus zu sein. Gerade Addys und Bronwyns Schwestern sind ziemlich präsent, was ich klasse finde.
Man könnte argumentieren, dass dadurch das Mysterium rund um Simons Tod in den Hintergrund rückt — wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, ist das definitiv bis zu einem gewissen Grad der Fall. Das Ding ist, dass mich das überhaupt nicht gestört hat. Ich hätte über die Charaktere einfach so lesen können und das Buch trotzdem noch genossen, obwohl dieser Kriminalaspekt dem Ganzen einen zusätzlichen Kick gegeben hat. Es ist durchaus gut gemacht — mit genau der richtigen Prise Überraschungen, dass ich das Buch nur noch mit Mühe weglegen konnte.
Zugegeben, ich habe ausnahmsweise tatsächlich erraten, wer Simon umgebracht hat. Ich hatte zumindest von Anfang an eine Vermutung, die sich bewahrheitete, und somit hatte ich nicht den "großen Knall" am Ende des Buches, was für mich okay war und zumindest meinem Lesegenuss keinen Abbruch tat.
Was ich allerdings kritisieren muss, — ohne zu sehr zu spoilern, daher keine Namen — ist ganz speziell das Ende zweier Charaktere. In den letzten Augenblicken wurde noch (unnötiges) Drama hineingebracht, weswegen besagte Charaktere nicht das Happy End bekommen konnten, was ich mir für sie gewünscht hätte (sie waren/sind meine Favoriten). Das ist ein klitzekleiner Wermutstropfen, denn im Großen und Ganzen hat mich One of Us Is Lying nicht nur überzeugt, sondern in erster Linie überrascht. Ja, die Idee ist nicht neu; manch andere würden sie vielleicht sogar als "ausgelutscht" bezeichnen. Aber mit authentischen Charakteren verleiht Karen M. McManus der Geschichte einen ganz besonderen Twist, weshalb ich letztendlich froh bin, ihr Debüt gelesen zu haben.

Fazit
One of Us Is Lying ist ein tolles Debüt. Karen McManus nimmt eine allseits bekannte Idee und macht ihr eigenes Ding daraus — besonders die Charaktere haben mich beeindruckt, aber auch das Mysterium rund um Simons Tod beinhaltet einige (böse) Überraschungen. Von mir gibt's eine ganz klare Empfehlung für alle, die Lust auf ein Contemporary mit authentischen Charakteren haben!


One of Us Is Lying ⚬ Taschenbuch: 368 Seiten ⚬ Delacorte Press ⚬ Einzelband ca. 7,99€