Freitag, 26. Februar 2016

[Neuzugänge] Frustkäufe

... okay, nein, es waren mehr Ich-will-nicht-lernen-Käufe. Der Aspekt, dass ich ja eigentlich schon seit einer Ewigkeit keine Bücher mehr bestellt hatte, kam erschwerend hinzu.
Was erwartet ihr denn von mir? Disziplin?!
Also, eine halbe Stunde später wurde auf Bestellen geklickt. An einem Sonntagabend. Und bereits am Dienstag, wie auch immer Thalia das gemacht hat, kamen meine Babys an.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis A Court of Thorns and Roses in meinen Besitz wandern sollte. Jetzt war es endlich so weit.
Ich bin ja ein gewaltiger Fan von Sarah J. Maas. Und nach Cinder habe ich auch eine bessere Meinung von Büchern, die von Märchen inspiriert sind.
Bei ACoTaR hat Sarah J. Maas etwas an die Schöne und das Biest gedacht... nur mit Feen.

Eigentlich braucht es hier nur zwei Infos: 5,99€ und 1000+ Seiten. 
Mein innerer Sparfuchs ist durchgekommen. Ich dachte mir, hey, wenn ich demnächst Lust darauf kriege, dann ist es wenigstens schon da.
Band 5 von A Song of Ice and Fire. Wenn ich das gelesen habe, gehöre ich wohl offiziell zu denjenigen, die warten müssen. *kollektiver Seufzer*

Rückblickend stelle ich fest, dass ich erschreckend berechenbar bin. All die Bücher sind so typisch ich. :D
Ich habe ja Cinder geliebt, und da die Serie hochgelobt wird, erwarte ich von Scarlet so einiges (und ich bin mir sicher, ich werde nicht enttäuscht werden). Wie gesagt: nie, nie, niemals hätte ich gedacht, dass ich Märchen-Adaptionen so mögen würde!




Und, was meint ihr? Toller Frustkauf, oder? :p Kennt ihr eines der Bücher oder liebäugelt ihr vielleicht schon seit einer Weile mit einem?!
... und gibt's zu: ihr habt auch schon mal einen Frustkauf getätigt. (Oder?)

Sonntag, 21. Februar 2016

[Rezension] Das unendliche Meer - Rick Yancey

Da es sich hierbei um den zweiten Band einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.

Inhalt
Nur weil Cassie, Ben und die anderen fliehen konnten, sind sie noch lange nicht sicher. Noch dazu ist Ben schwer verletzt, und sie haben sich schon viel zu lange in ihrem Unterschlupf aufgehalten. Ringer macht sich auf, um nach einem neuen Versteck zu suchen, aber weder sie noch Teacup kehren zurück. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Situation eskaliert...

Meine Meinung
Nach solch einem Auftakt konnte ich einfach nicht warten und musste augenblicklich zur Fortsetzung greifen - auch wenn der letzte und dritte Band noch nicht erschienen ist und ich jetzt warten muss.
Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber mich hat Rick Yancey mit seiner Idee, mit seinen Charakteren, mit seinem Schreibstil schon längst überzeugt. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Das unendliche Meer spielt kurz nach seinem Vorgänger, man ist direkt im Geschehen. Der Prolog beschreibt eine Grausamkeit, eine Bombe versteckt in einem Kind. Danach: mehr Spannung. Cassie und Ringer, die miteinander anecken. Ben, der gereizt ist, und Sam, der sich an ihn klammert. Sie alle wissen, dass nach ihnen gesucht wird, und sie eigentlich nicht länger ausharren können, doch Cassie will auf Evan warten, will ihm die Chance geben, zurückzukommen.
Soviel sei gesagt: Evan kehrt zurück. Aber er bringt Grace mit, ein Stück aus seiner Vergangenheit - Grace, jemand, der so ist wie er selbst. Nur tödlicher, stärker und viel gefährlicher. Die Situation eskaliert, dass Ringer und Teacup verschwunden sind, ist fast nur noch ein Tropfen auf heißem Stein.
Was mich besonders fasziniert, ist, dass man allmählich merkt, dass die Geschichte sich längst nicht mehr nur um Cassie oder um Ben dreht - besonders Ringer spielt eine viel größere Rolle in dem Buch, und was für eine! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Bisher war Ringer ja immer nur das mysteriöse Mädchen mit einer Vorliebe für Schach, aber nun erfahren wir endlich mehr über sie, über ihre Vergangenheit. Ich konnte nicht anders als sie (noch) mehr ins Herz zu schließen - und sie im gleichen Zug wegen ihrem Mut, ihren Entscheidungen zu bewundern.
Abgesehen davon geht es (natürlich) wieder actionreich zu. Die überwiegend kurzen Kapitel brachten mich dazu, noch eins zu lesen, und noch eins, obwohl ich eigentlich auch noch so Bedürfnisse wie Schlaf habe. Was mir besonders gut an Yanceys Art und Weise gefällt, Geschichten zu erzählen: die subtilen Andeutungen. Die Leitmotive und versteckten Metaphern, die man erst bei genauerem Hinsehen entdeckt. In der einen Sekunde wird man mit Handlungen konfrontiert, in der nächsten mit wundervollen Wörtern. Gänsehaut pur.
Ich will allerdings auch anmerken: wen es schon beim Vorgänger gestört hat, dass im Großen und Ganzen nicht ganz so viel passiert, den wird das auch hier wieder stören. Ich mag das - besonders bei der Filmadaption hat man gesehen, dass die Kleinigkeiten, die erst überflüssig erscheinen, bei Rick Yancey oft besonders große Bedeutung haben.
Außerdem wird man andauernd ins kalte Wasser geworfen. Im Ernst - wenn ich dachte, dass ich nicht mehr überrascht werden könnte, passierte es noch mal. Und in was für einem Ausmaß! Die ganze Idee, die bisher nur angedeutet war, ist ganz anders, irgendwie größer und irgendwie grausamer - einfach fantastisch. Ich bin immer noch begeistert. Und unglaublich gespannt, was der dritte und finale Band für Cassie und Co. bereithalten wird.

Fazit
Das unendliche Meer steht seinem Vorgänger in nichts nach. Rick Yancey beeindruckt mit seiner Geschichte, dreidimensionalen Charakteren und einem fantastischen Schreibstil. Ich bin immer noch schwer begeistert!


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Titel: Das unendliche Meer
Hardcover: 352 Seiten
Verlag: Goldmann
Reihe: 2/3
Preis: 16,99€

Sonntag, 14. Februar 2016

[Rezension] Night School: Und Gewissheit wirst du haben - C.J. Daugherty

Da es sich hierbei um den letzten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Inhalt
Nathaniel hat Carter in seiner Gewalt und droht, die Kontrolle über Orion zu übernehmen. Allie, Isabelle und all die anderen verbliebenen Cimmerianer rüsten sich für den letzten, alles entscheidenden Kampf.

Meine Meinung
Mit den Night School Büchern verbinde ich in erster Linie das allererste Rezensionsexemplar, das ich jemals erhalten habe (und wie aufgeregt ich damals war!). Das ist jetzt unglaubliche dreieinhalb Jahre her, und was in der Zwischenzeit alles passiert ist!
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich der Reihe, noch bevor ich überhaupt zum fünften Band griff (und gerade deshalb so lange gezögert habe), skeptisch gegenüberstand. Ich weiß nicht, woran es liegt - daran, dass ich älter geworden bin? Oder dass mich schlichtweg die Übersetzung stört, weil ich jetzt selbst mehr Englisch lese und wenn ich Deutsch lese, auch wirklich Deutsch lesen will?
Während ich Band 2 top und Band 3 gut fand, bahnten sich bei Band 4 bereits die ersten Anzeichen an, dass die Chemie zwischen mir und Allie nicht mehr so stimmt.
Und leider, leider sollte sich meine Vorahnung bestätigen.
Aber von vorne: Night School: Und Gewissheit wirst du haben geht rasant los. So rasant, dass ich binnen Sekunden wieder völlig in der Geschichte gefangen war und die Seiten förmlich nur an mir vorbei flogen. Wenn sich eins in all den Jahren nicht geändert hat, dann das: die Bücher kriegt man zügig durch, entweder, weil der Schreibstil einen trägt oder die Spannung hochgeschraubt wird. Wenn man genug Zeit hat, braucht man höchstens zwei, drei Tage für einen Band.
Dann aber kam die Dürre. Und sie dauerte lange, lange an. 
Das Hauptziel war ja klipp und klar formuliert: Carter befreien. Dann erst überlegen, wie man mit Nathaniel verfahren soll. Deshalb habe ich erwartet, dass Carter eine Art Zwischenstation ist - ein kleiner Höhepunkt vor dem Showdown. Aber dem war nicht so. Drei Viertel (!) des Buches werden mit der Suche nach ihm verbracht. Das bedeutet: endlose Meetings, endlose Diskussionen, Dialog, Dialog, Dialog. Hin und wieder bekam man das Gefühl, dass C.J. Daugherty verzweifelt versuchte, die Handlung aufzupeppen, indem sie ein paar Geheimnisse ausbuddelte oder brenzlige Situationen hervorzauberte (die in weniger als 10 Seiten bereits wieder abgehandelt waren). Es war uninteressant. Selbst Allies Probleme waren für mich gewissermaßen uninteressant, einfach, weil ich sie irgendwo in den letzten Büchern verloren habe. Es tat mir nicht leid, dass sie Sylvain beibringen musste, dass das nichts mit ihnen werden sollte (für Sylvain allerdings schon) - im Gegenteil, ich war genervt, weil sie es einfach nicht hinter sich brachte. Ich war genervt von ihrer Sprunghaftigkeit - einmal hier, dann dort. Von ihrer beinahe penetranten Art.
Da mochte ich einen Großteil der Nebencharaktere lieber. Leider kam Carter kaum vor, was ich schade finde, da er von Anfang an zu meinen Favoriten gehörte. Wie gesagt - so trocken es im Zwischenteil war, nach hinten raus hat mir noch EINIGES gefehlt.
Dann ist da noch ein Aspekt, den ich bereits in der Rezension zu Band 4 angesprochen habe. Ich weiß nicht, ob ich es früher nie gemerkt habe - aber all diese Anglizismen nerven mich unglaublich. Ist mir egal, ob die Charaktere not amused sind oder Yes ausrufen wollen. Wir sind hier bei einer deutschen Übersetzung, und wenn ich will, dass die Charaktere auf Englisch reden, dann werde ich das Original lesen. Für den ein oder anderen mag das vielleicht überspitzt sein. Mich stört es einfach ungemein.
Generell die Jugendsprache. Im Dialog, okay, von mir aus. Aber doch nicht im generellen Schreibstil! Wenn ich so etwas lese, wie "Was will der wirklich?", dann stellen sich bei mir einfach alle Nackenhaare auf. Nennt mich altmodisch. Aber wir sind hier letzten Endes bei Jugendbüchern, die zumindest nach einem gewissen Niveau verlangen.
Puhhh. Das musste mal wirklich gesagt werden (wenn an der Stelle überhaupt noch jemand mitliest). 
Was die Auflösung anbetrifft, finde ich, dass Daugherty einen soliden Job geleistet hat. Während in den Vorgängern Nathaniels Ziele und Pläne eher im Dunkeln blieben, so wurden sie hier transparenter und auch relevanter, etwas, was ich früher vermisst habe. Das fand ich gut. Auch die Lösung des Problems ist in Ordnung (auch wenn stellenweise etwas unrealistisch). Im Großen und Ganzen kann ich mit dem Ende der Reihe leben, auch wenn ein paar Aspekte detaillierter ausgeführt hätten werden können.
Zum Abschluss möchte ich noch einmal einen Rückblick auf die Reihe werfen - auch wenn das ja in den vorherigen Zeilen durchgeschimmert ist. Die Night School Bücher sind allesamt kurzlebiger Natur, ideal für die, die nach einem schnell zu lesenden, oberflächlich gehaltenen Buch greifen wollen. Die Übersetzung ist meiner Meinung nach nicht immer gelungen, da wäre das Ideal vielleicht gelungener, aber grundsätzlich, und das möchte ich hier noch einmal hervorheben, hat C.J. Daugherty etwas Originelles kreiert, eine Geschichte, die anfangs total nach Fantasy klingt, aber letzten Endes am Boden bleibt - etwas, was es heute quasi gar nicht mehr gibt. Das ist meiner Meinung nach auch der größte Pluspunkt der Reihe.
Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich sie nicht noch einmal lesen oder kaufen würde. Dennoch - die Erfahrungen, die ich mit Allie und Cimmeria gemacht habe, werden bleiben.

Fazit
Night School: Und Gewissheit wirst du haben ist nicht der Abschluss, den ich mir gewünscht habe. Besonders gestört hat mich, dass es dauert, bis die Geschichte auf den Punkt kommt. Außerdem bin ich oft über den Schreibstil gestolpert. Dennoch finde ich, dass C.J. Daugherty mit den Büchern eine einzigartige Geschichte geschaffen hat, die bestimmt für die interessant sein könnte, die mal etwas abseits von Fantasy suchen.


Titel: Night School: Und Gewissheit wirst du haben
Hardcover: 416 Seiten
Verlag: Oetinger
Reihe: 5/5
Preis: 18,99€

Samstag, 6. Februar 2016

[Kurzrezension] A Feast for Crows und The Glass Castle

... ich schäme mich ja auch, dass mir kein besserer Titel eingefallen ist, okay?

A Feast for Crows - George R. R. Martin
Worum geht's?
Abermals habe ich keine wirkliche Inhaltsangabe für euch (wie zur Hölle sollte ich diesen Schinken auch zusammenfassen), aber so viel sei gesagt: George R. R. Martin ist entweder genial oder erliegt den Lasten seiner eigenen Welt, denn A Feast for Crows spielt zur gleichen Zeit wie sein Nachfolger, weil Martin das ganze Geschehen nicht in ein Buch gekriegt hat.
Meine Meinung
Ich kann mich nur wiederholen: selbst das Drama um The Winds of Winter hält mich (noch) nicht davon ab, die Reihe weiterzulesen. Ich dachte niemals, dass ich High Fantasy so sehr mögen könnte, aber: ich tu's.
Was ich besonders an diesem Band mochte, waren die Perspektiven von Cersei und Jaime, die (bitte hasst mich nicht dafür) zwei meiner Lieblingscharaktere sind. Außerdem finde ich das ganze Geflecht uuunglaublich spannend. Ist einfach so. Da dürfen's auch ein paar mehr Seiten sein.
Allerdings hätte sich Martin - meiner Meinung nach - ein paar Perspektiven sparen können, und zwar die von Nebencharakteren, deren Namen mir nur noch bedingt einfallen. Die haben mich einfach nicht interessiert (auch wenn es mich nicht wundern würde, wenn ich mir später dafür an die Nase fasse).
Dennoch: toller Band!
Taschenbuch / 1104 Seiten / Bantam / Kaufen?


The Glass Castle - Jeanette Walls
Worum geht's?
Jeanette Walls berichtet in diesen Memoiren von ihrer schwierigen Kindheit und beeindruckt durch ihre Widerstandsfähigkeit.
Meine Meinung
Ha, okay, Leute, ich glaube, bald ist ein Update zu diesem Post hier nötig. Nachdem wir Half Broke Horses von Jeanette Walls im Englischunterricht gelesen haben und dann noch ein Artikel über The Glass Castle in der Klausur dran kam, musste ich einfach zu diesem Buch greifen! Nicht, weil mir Half Broke Horses überordentlich gut gefallen hat, sondern weil es mich gewissermaßen fasziniert gemacht hat - ich wollte einfach mehr über diese verquere, kaputte Familie lesen.
Sagen wir es so: es ist schockierend. Aber: The Glass Castle war das Puzzleteil, das mir fehlte. Das Buch hatte seine Längen, aber im Großen und Ganzen ist es eine beeindruckende Geschichte von einem Mädchen, mit dem ich mich öfters, als mir lieb war, identifizieren konnte. Für die ersten Memoiren, die ich jemals gelesen habe, auf jeden Fall ein Erfolg.
Taschenbuch / 304 Seiten / Simon + Schuster / Kaufen?