Samstag, 28. Februar 2015

[Rezension] Wir beide, irgendwann - Jay Asher, Carolyn Mackler

Originaltitel: The Future of Us


Bis vor kurzem waren Josh und Emma beste Freunde. Dann verliebte er sich in Emma - und sie entfernten sich. Als Emma jedoch einen neuen Computer bekommt und plötzlich auf ihre eigene Facebook-Seite aus der Zukunft klickt, ist Josh zufällig in der Nähe und schon bald entdecken sie auch seine Facebook-Seite. Doch was steckt dahinter? Wie oder weshalb können sie ihre Zukunft sehen - und auch beeinflussen...?


"Wir beide, irgendwann." Das sagte ich zu diesem Buch vor ca. zweieinhalb Jahren. Schon als es erschienen ist, dachte ich mir, super, muss ich lesen, aber wie es dann manchmal so ist... Mittlerweile war es dann als Taschenbuch erschienen und als meine Mutter mich in der Buchhandlung fragte (eine sehr verhängnisvolle Frage), was sie nehmen sollte, habe ich ihr das Buch in die Hand gedrückt. Eigener Profit, ihr wisst schon.
"Wir beide, irgendwann" ist nicht nur ein simples Buch, sondern gleich zwei Autoren haben daran mitgewirkt und es wird aus zwei Sichtweisen - Emmas und Joshs - geschildert. Manchmal ist es ja so, dass man merkt, wann der eine Autor und wann der andere schreibt (besonders bei Mann und Frau unterscheidet sich ja der Schreibstil doch ganz gern mal), aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Ich könnte nicht sagen, wer hinter Emma und wer hinter Josh steckt. Beide Schreibstile ähneln sich (zumindest in meinen Hobby-Leser-Augen), ob das jetzt gut ist oder nicht sei mal dahingestellt. Ich für meinen Teil habe oft ein zweites Mal nachschauen müssen, aus wessen Sicht das Kapitel gerade ist. :'D Vielleicht hat das auch daran gelegen, dass das Buch wirklich... einfach zu lesen ist. Keine komplizierten Umschreibungen, ellenlangen Sätze oder etwas in der Art. Ich glaube, ich habe kaum drei Tage dazu gebraucht. 
Wenn man dann mal über den Schreibstil-Teil hinaus sieht, dann sind sich Emma und Josh doch nicht mehr ganz so ähnlich. Beides natürlich Teenager und gehen in dieselbe Stufe - Emma ist dann aber fest entschlossen, ihre Zukunft (zu ihrem Gunsten) zu ändern, Josh findet das Ganze gar nicht so gut. Was sich liebt das neckt sich, oder wie sagt man so schön? ;) Tja, die beiden müssen sich zu Anfang erst einmal annähern, ich nehme aber hier so viel vorneweg, dass ich euch sagen kann: viele Überraschungen birgt die Geschichte auch nicht.
Ein Problem, das ich sowohl mit Emma als auch mit Josh hatte, ist, dass ich mit ihnen einfach nicht warm geworden bin. Ich habe das Buch zügig gelesen, mich nicht groß an ihnen gestört, aber da hörte die Beziehung dann auch schon auf. Ich habe mich nicht emotional mit ihnen verbunden gefühlt, nicht mitgefiebert, nada. Schade, aber das kommt eben alle paar Bücher vor (zumindest in meinen literarischen Kreisen, oder habt ihr da ein besseres Händchen für?).
Zum Schluss habe ich noch einen Kritikpunkt, von dem ich selbst nicht ganz so genau weiß, ob ich das jetzt als Kritik aufbringen kann - das Ganze Facebook-Zukunfts-Element ist zwar eine schöne Idee, aber es passt irgendwie genremäßig nicht so rein. Ich mag solche abgedrehten, "unlogischen" Elemente nicht in sonst bodenständigen Geschichten. ... aber da hätte ich auch früher drüber nachdenken können.


"Wir beide, irgendwann" - nein, glaube eher nicht. Beide Autoren haben zwar angenehme Schreibstile und das Buch liest sich flott, aber mehr auch leider nicht. Es fehlte mir an Tiefe und einer Erklärung für die Facebook-Geschichte. An sich eine schöne Idee, doch letzten Endes nur ein leichtes Lesevergnügen.


Titel: Wir beide, irgendwann
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann
Reihe: -
Preis: 9,99€
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Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Mythos Academy 6: Frostkiller - Jennifer Estep

Originaltitel: Killer Frost

Achtung! Da es sich bei "Frostkiller" um den letzten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!


Nach all den Ereignissen der letzten Monate ist es so weit: der finale Kampf gegen Loki steht vor der Tür. Gwen hat zwar das Armband mit den Lorbeerblättern, aber wie genau es eingesetzt werden muss, weiß sie nicht. Trotzdem hat sie keine Wahl: sie muss sich wappnen - denn Loki wartet nicht...


Die Reihe rund um Gwen, Logan und Co. war schon immer eine derer, auf die ich gerne in meinem Bücherregal gezeigt habe und sagte: "Die sind gut. Die mag ich." Aber auch die schönen Buchreihen enden früher oder später. Und immerhin, das rede ich mir so einfach schön, habe ich jetzt eine weitere Buchreihe abgeschlossen.
Der Einstieg in Frostkiller funktioniert einwandfrei, auch wenn Frostnacht etwas länger her ist. Wie auch schon in den vorherigen Bänden erläutert Jennifer Estep mal kürzer, mal länger die Hintergrundinfos, damit man sich wieder gut zurechtfindet.
Gwen ist mittlerweile nicht mehr das naive, nichtsahnende Mädchen von Band 1. Sie kann jetzt mit einem Schwert umgehen, ist Nikes Champion - und hat die Aufgabe erhalten, die Welt zu retten. Und, so nebenher, ihre Beziehung mit Logan. Diese hat noch immer einen Knacks, sobald die beiden sich näher kommen, geschieht wieder etwas: dennoch gehören sie zusammen.
Eigentlich gibt es keinen der Mythos Charaktere, den ich nicht leiden kann: von Daphne über Nickamedes bis hin zu Gwens Cousine Rory - sie alle bekommen ihre eigene Rolle und ihren eigenen Charakter. Das ist etwas ganz Wundervolles, denn natürlich liegt der Fokus auf Gwen, aber die anderen Figuren werden doch nicht außen vor gelassen. Selbst Gwens Erzfeindin Vivian Holler ist irgendwo ein selbstständig denkendes Mädchen, nicht nur ein bösartiger Mensch, der Gwen schaden will. 
Genau wie in den anderen Büchern ist Frostkiller ein Pageturner, das vor allem an dem simplen, stetigen Schreibstil der Autorin liegt. Auch wenn nicht immer die Spannung auf 100% ist: es macht trotzdem verdammt viel Spaß, zu lesen.
Mein einziger Kritikpunkt liegt dieses Mal an der Handlung. Ich hab's eben schon gesagt, es war nicht super actionreich - klar gab es Höhepunkte, aber eben nicht die ganze Zeit (und das ist okay so). Es ist nur so, dass es mich nicht überrascht hat. Es war alles etwas voraussehbar, und darüber hinaus kam es mir oft sehr... gekünstelt bzw. unrealistisch vor, was mir vorher leider noch nie passiert ist. Sonderlich gestört hat mich das jetzt im Gesamtbild nicht.
Und zum Ende der Rezension kommen wir... zum Ende ;) Wer hätte es gedacht :P Das Ende, das Frau Estep geschrieben hat, ist ebenso okay. Es ist ein Ende, bei dem man sich nicht die Haare raufen und "Ach herrje" denken muss, aber ich werde auch nicht die Hände zusammenschlagen und "Halleluja" rufen. Das Ende ermöglicht mir, Tschüss zu sagen, doch es war - wie auch Teile der Handlung - sehr einfach vorauszuschauen.
Dennoch will ich die Erfahrung mit der Mythos Academy nicht wissen - und wer weiß, vielleicht gibt es ja eines Tages weitere Geschichten, die dort spielen...


"Frostkiller" ist ein würdiger Abschluss für die Mythos Academy Reihe rund um Gwen und ihren Kampf gegen Loki. Alle wichtigen Fragen wurden beantwortet und das ermöglicht mir, Abschied von all den wunderbaren Charakteren zu nehmen. Es gibt zwar ein paar Kritikpunkte an der Handlung, dennoch ist es ein gelungenes Buch.


Titel: Mythos Academy 6: Frostkiller
Broschüre: 432 Seiten
Verlag: ivi
Reihe: 6/6
Preis: 16,99€
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