Montag, 30. September 2013

[Rezension] Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele - Rachel Vincent

Hallo ihr Lieben!
Zuerst ein dickes Sorry, dass der Monat so mau ausgefallen ist! Doch die Schule hat wieder angefangen und mit der Schule auch Massen an Hausaufgaben, da ich leider nicht meine Schullaufbahn rückwärts, sondern vorwärts führe. :P Hinzu kommt, dass ich die letzten paar Tage gar nicht daheim war und das Internet am PC auch nicht läuft, sodass ich mich an mein (NOCH lebendes) Netbook zwängen muss...
Ich hoffe, ihr verzeiht mir. Vergessen hab ich den Blog ganz sicher nicht!!
Und nun viel Spaß mit der Rezi,
Bella :)

Originaltitel: Soul Screamers: My Soul To Take


Die 17-jährige Kaylee kann ihr Glück kaum fassen. Auf einer Party wird sie von Nash, DEM Schulschwarm, angesprochen! Doch der Abend nimmt ein böses Ende - denn Kaylee überkommt eine Vorahnung, dass ein Mädchen in ihrer Nähe gleich sterben wird. Sie unterdrückt einen Schrei, flüchtet. Das Date ist ruiniert, doch Nash schafft es, sie zu beruhigen. Wäre da nicht die Tatsache, dass sie später erfahren, dass das Mädchen wirklich gestorben ist... und es nicht die erste Vorahnung von Kaylee gewesen sein soll.


Wie ich bereits damals in dem Neuzugangspost geschrieben habe, wollte ich schon lange mal die Soul Screamers Reihe rund um Kaylee und Nash beginnen. Die Gelegenheit hat zwar etwas gebraucht, kam aber nun doch letztendlich.
Die Geschichte geht sofort mit dem "verbotenen" Clubbesuch von Kaylee und ihrer besten Freundin Emma los. Man merkt augenblicklich, dass die beiden im Prinzip stinknormale Teenager sind und erlebt sie somit als angenehm und sympathisch, wenn auch nicht unbedingt als besondere Charaktere. Die Begeisterung, die Kaylee bei Nash empfindet, kann man zwar noch nicht wirklich nachvollziehen, doch als die erste Vorahnung beginnt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird richtig spannend. Ich wollte wissen, wie es weiter geht - alles erfahren, was dahinter steckt!
Denn die Idee, die Rachel Vincent hinter "Soul Screamers" hat, ist vielleicht nicht neu erfunden, aber ganz sicher keine 0815 Idee, wie sich erst im weiteren Verlaufe des Buches herausstellt. Ich jedenfalls war den "Wesen", in dessen Welt sie uns entführt, nur ganz grob vertraut, und ließ mich daher in der Hinsicht unglaublich begeistern. Zum Großteil jedenfalls. Denn mit der Erklärung holpert es leider ein bisschen. Frau Vincent schafft es nicht immer, das Geschehen auf eine nachvollziehbare Art und Weise zu erklären und so passierte es nicht selten, dass ich stirnrunzelnd vor dem Buch gefunden wurde, weil ich ihren - sicher nicht schlechten - Gedankengängen nicht ganz folgen konnte...
Die Beziehung um Nash und Kaylee selbst ist - Entschuldigung für den Ausdruck - ziemlich zweidimensional und einfach durchschnittlich. Warum die beiden jetzt unbedingt was miteinander anbändeln mussten, kommt nicht ganz hervor, und besonders packend ist die Beziehung einfach nicht. Sie ist - okay. Mehr aber auch nicht. Genau wie die beiden als Protagonisten selbst. Der einzige Charakter, den ich überschnittlich gut fand, war Todd - und bei dem hat die Autorin auch bewiesen, dass sie den Leser wenigstens hin und wieder überraschen kann. ;)
So gut die Storyline und die Idee eigentlich ist, kritisierte ich ja bereits, dass es an der Umsetzung hapert. Leider auch am Schreibstil - genauer gesagt der Übersetzung. :( Ich möchte somit ausdrücklich sagen - wer kann, soll auf das englische Buch umsteigen! Denn bei der deutschen Version hier wird man jede Seite regelrecht angeschrien, weil die Übersetzerin wohl ein Faible für Ausrufezeichen hat! Und, wie ihr merkt, ist das nicht wirklich angenehm zu lesen! Ja, ich weiß, dass das unprofessionell war, aber das musste jetzt sein. ;)
Trotz allem lässt das Ende auf mehr hoffen. Auf eine Geschichte, die noch einiges erzählen kann. Daher bin ich einfach mal gespannt...


"Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele" ist leider nur ein durchschnittlicher erster Band, der aber eine Grundlage für eine Reihe bietet, die sicher nicht ganz verkehrt ist. Denn die Idee ist wirklich gut! Einzig allein die etwas zweidimensionalen Charaktere und die stellenweise holprige Übersetzung sind zu kritisieren, doch ich kann mir vorstellen, dass das Buch vor allem im Original den ein oder anderen Fan finden könnte. 


Titel: Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
Reihe: 1/9?
Preis: 9,99€
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Freitag, 13. September 2013

[Rezension] Verräter der Magie - Rebecca Wild


Kira hat allen Grund, um Cian zu hassen. Schließlich ist er ein Magier. Einer der oberen noch dazu. Doch eines Nachts passiert etwas, das eigentlich ein Grund zum Freuen sein müsste - Cian wird ermordet. Nur dumm, dass er sich daraufhin aus Panik in Kira niederlässt. Plötzlich ist ihr ärgster Verhasster in ihrem Kopf. Nun muss sie nicht nur herausfinden, wie sie ihn wieder loswird, sondern am besten auch noch, wer denn nach seinem Leben trachtete...


Was ich an Büchern wirklich liebe, ist, wenn man mit ganz vielen bösen Vorurteilen an eines herangeht und am Ende ohne eines bestätigt bekommen zu haben das Buch zuschlägt. Genau das ist bei "Verräter der Magie" der Fall: Ich habe ja schon oft erzählt, dass ich bei deutschen Autoren sehr skeptisch bin und so war ich es auch hier bei Rebecca Wild.
Doch die junge Autorin - die übrigens erst 22 Jahre alt ist! - zeigt schon auf den ersten Seiten, dass Vorurteile halt meistens nur Vorurteile sind. So erhält der Leser bereits im Prolog einen Einblick in Cians Gedankenwelt, in die Panik, als er umgebracht wird, und wie er sich dann als letzten Ausweg Kiras Körper schnappt - wobei er selber nichtsahnend ist, was genau er da eigentlich tut. Hauptsache, er stirbt nicht.
Danach lernen wir Kira selbst kennen. Kira ist eine Sidhe, eine Art mythologisches Wesen. Und nicht zu vergessen: Sie lebt in einer WG mit einer Nymphe und einem Vampir. Bei "Verräter der Magie" geht es also rein fantasytechnisch heiß her! Denn das sind nicht alle Arten, mit denen man im Laufe des Buches konfrontiert wird. Da wären noch Werwölfe, Elfen und viele andere zahlreiche Wesen, die nur nebenher erwähnt werden. Leider ein bisschen zu viel des Guten, finde ich. Ein paar weniger hätten es auch getan - oder zumindest ein paar bekanntere, wenn es denn schon so viele sein müssen. Denn wer wie ich z.B. bis dato noch nie von einer 'BanaBhuidseachs' gehört hat, kann diese zwar in einem Glossar im Buch nachschlagen, aber das Beste für den Lesefluss und der eigenen Aufklärung tut das immer noch nicht, finde ich.
Ansonsten gelingt der Einstieg in die WG rund um Kira sehr gut - man wird auch direkt mit dem großen Konflikt konfrontiert und den Problem, was Kira - und alle anderen magischen Wesen in den Reservaten - mit den Magiern und auch natürlich mit Cian hat: 'Dank' ihnen sind sie gezwungen, in den Reservaten zu leben und sogar Eisenketten zu tragen, damit ihre Magie unterbunden wird. So leben sie abgekapselt von der Außenwelt, den Menschen - die Magier selbst lassen es sich aber gut gehen.
Eine geniale Idee, wie ich finde! Es ist etwas Frisches, mal etwas, das in die andere Richtung geht, und ich mag die Gedankenansätze, die Rebecca Wild damit geschaffen hat und wie sie das dem Leser näher bringt. Ich schreibe allerdings bewusst Ansätze - denn man kann noch einiges rausholen! Und das finde ich gut so ;) Ein Grund mehr für mich, den bereits erschienenen zweiten Teil eines Tages zur Hand zu nehmen.
Kira selbst ist eine Protagonistin, mit der man auf jeden Fall gut klar kommt. Sie hat Biss und zuckt auch nicht davor zurück, ihre eigene Meinung zu sagen und das zu tun, was sie will. Sie ist keines der Mädchen, das gerettet werden muss, und hat auch noch einige Asse im Ärmel, die auf genialste Art und Weise aufgedeckt werden - unerwartet für den Leser, genial von der Autorin eingefädelt!
Auch Cian, der ja eigentlich eher auf die Nerven gehen soll, ist ein liebenswürdiger Typ. Das würde ich jedenfalls allein durch die Art und Weise, wie er Kira 'Tinker Bell' nennt, schließen. Von ihm bekommen wir leider nicht so viel mit wie von Kira, was allerdings völlig verständlich ist - und daher nur Lust auf mehr macht!
Der einfache, schlicht gehaltene aber doch spannende Schreibstil rundet das ganze atemberaubende Spektakel ab. Denn ruhig wird es in "Verräter der Magie" sicher nicht! Wie ich eben schon angedeutet habe, hat es die Autorin drauf, mal eben die Richtung der Geschichte zu wechseln oder etwas einzubauen, was ich nie erwartet hätte. Es ist einfach ein verdammt gutes Debüt.


"Verräter der Magie" ist ein verräterisch guter erster Band einer deutschen Jungautorin, die zeigt, dass sie es kann! Das Buch besticht durch originelle Ideen, eine megaspannende Handlung und ein vielversprechendes Ende - unbedingt lesen!


Titel: Verräter der Magie
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ravensburger
Reihe: 1/3?
Preis: 9,99€

Sonntag, 1. September 2013

[Rezension] Walking Disaster - Jamie McGuire


Travis ist nicht der Typ für Beziehungen. Aber Abby ist anders, das spürt er, als er sie kennen lernt. Abby ist zum einen nicht wie die anderen Mädchen - sie könnte das Eine für ihn sein, sein Täubchen. Dieses Mädchen, für das er kämpfen würde. Schließlich hat er seiner Mutter etwas versprochen. Und das hält er.


Erinnert sich noch jemand an meine begeisterte Rezension von Beautiful Disaster? Das Buch hat mich ja damals absolut mitgerissen, und daher musste ich, als ich von Walking Disaster erfuhr, dieses natürlich haben. 
Im Prinzip ist die Story  ganz einfach erklärt. Alles, was wir schon in Beautiful Disaster erlebt haben, nur eben dieses Mal aus Travis Sicht. Für die Leute, die den Vorgängerband nicht leiden konnten, schied Walking Disaster wahrscheinlich schon von vorneherein aus, denn man erwartet storytechnisch nicht viel Neues. Und leider muss ich auch vorneweg nehmen, dass Walking Disaster nichts im Vergleich zu Beautiful Disaster ist...
Mit einem Prolog, der von dem Versprechen erzählt, das Travis seiner Mum gibt, geht die Story auch direkt wieder los. Abby und Travis lernen sich kennen - das kennen wir ja alle schon. Allerdings scheint alles wirklich geradezu verblüffend ähnlich. Was ich damit meine? Würde Abby nicht in dem Buch als Abby, sondern als "ich" bezeichnet werden, würde man kaum einen Unterschied merken. Es ist nämlich so, dass sich Jamie McGuires Schreibstil irgendwie überhaupt nicht an den Charakter anpasst. Es ist haargenau derselbe von Beautiful Disaster und abgesehen von ein paar Kraftausdrücken, die Travis ganz gerne benutzt, ist er nichts Besonderes. Es ist sogar ziemlich... ja. Schlecht.
Ich benutze dieses Wort nicht gerne in Rezensionen, aber während ich Walking Disaster las, fielen mir einige Dinge auf. Dass die Geschichte aus Travis Sicht erzählt wird, ist ja klar, sodass der Leser einen Einblick in seine Denkweise erfährt und zusätzlich noch ein bisschen... schlauer aus ihm wird. Das wird ja wohl auch der Anreiz gewesen sein, dieses Buch zu schreiben. Nur ist es so, dass an manchen Stellen Travis nicht erzählt. Nicht erzählen in dem Sinne, dass ich als Leser mehr das Gefühl hatte, dass er einen nüchternen Bericht erzählt. Manche Dinge in ein paar Sätzen zusammenfasst. Der Schreibstil wirkte zusätzlich sehr holprig, ich weiß nicht, ob es womöglich an der Übersetzung liegt, aber genauso hätte man damit einen Bericht nach dem Sommerferien schreiben können, wie denn die Ferien waren. Dazu hätte der Stil in diesem Buch gepasst, und das ist irgendwie sehr schade.
Doch nicht alle dieser Einblicke in Travis Leben sind schlecht. Schließlich erfährt man nun tatsächlich die "ganze" Story, auch die Stellen, an denen Abby ja eigentlich nicht dabei war und somit in Beautiful Disaster nicht berichten konnte. Das ist nicht schlecht. Sogar sehr interessant, denn damit wird komplett durchleuchtet, was für ein Arschloch - ja, tut mir leid, aber es IST so, jeder, der BD gelesen hat, stimmt mir zu - Travis eigentlich ist und zugegeben, er hat letzten Endes einige Sympathiepunkte bei mir verloren...
Wer sich jetzt nicht sicher ist, ob es sich lohnt, diesen zweiten Nicht-Teil, der ja kein Zwang ist, zu lesen - es ist nicht so, als wäre es komplett verschwendet. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich das Gefühl habe, dass das Buch mehr Geldmache ist, als dass es wirklich nötig gewesen wäre, die Geschichte von dieser Seite auszuleuchten, so kommen Abby-und-Trav-Fans zumindest zum Ende hin voll auf ihre Kosten - denn Jamie McGuire spinnt die Geschichte tatsächlich noch ein bisschen weiter...



"Walking Disaster" hätte ich im Nachhinein ganz ehrlich gesagt nicht unbedingt lesen wollen. Wahrscheinlich hätte ich die Geschichte doch lieber auf Abbys Seite beleuchtet gelassen. Denn die von Travis ist leider nicht so packend - oft ist der Schreibstil sehr emotionslos und mehr einem Bericht denn einer Erzählung angepasst. Dafür gibt es doch einige Stellen, die Fans sehr gut gefallen können, gerade, weil sie etwas mehr Licht ins Dunkle bringen. Ich kann keine richtige Leseempfehlung aussprechen, das müsst ihr wohl wirklich mit euch selbst ausmachen.


Herzlichen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Titel: Walking Disaster
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper
Reihe: Indirekt, zweiter Band von Beautiful Disaster
Preis: 9,99€
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