Sonntag, 27. Januar 2013

[Rezension] Optimum: Blutige Rosen - Veronika Bicker


Als ihre Mutter ein neues Jobangebot bekommt, ist Rica gezwungen, mit umzuziehen und die Daniel-Nathans-Akademie zu besuchen. Dort fühlt sie sich schon am ersten Tag völlig fehl am Platz: Die Akademie ist eine reine Eliteschule und schon allein von ihren Leistungen her scheint sie eher weniger ins Raster zu fallen. Sie sieht Schüler grundlose Wutausbrüche haben und entdeckt, dass hier irgendetwas vor sich geht, was nicht normal zu sein scheint. Nachdem sie ihre Freundin Jo auffindet, deutet alles auf Selbstmord hin: Schließlich sind Jos Handgelenke aufgeschnitten. Im Gegensatz zu allen anderen glaubt Rica allerdings nicht an Selbstmord - und beginnt, Nachforschungen anzustellen...


Dieses Buch ist rein vom Cover und der Aufmachung her schon so ein Hingucker, dass ich es ewig anstarren könnte. Der Buchschnitt ist nämlich bedruckt und setzt das sehr schöne Muster vom Cover fort. Man sieht, dass das Buch mit Liebe gestaltet ist.
Von dem Buch selbst hatte ich bereits gehört, aber es gehörte nicht unbedingt zu meinen "Must-Haves", trotz allem habe ich mich gefreut, an der Leserunde teilnehmen zu dürfen, einfach, weil mir mal nach einem Jugendthriller war. 
Ich bin ziemlich gut in die Geschichte reingekommen, denn wenn Veronika Bicker eins kann, dann ist dies definitiv Schreiben. Ihr Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und ich habe es vor allem sehr zu schätzen gewusst, dass sie nicht ständig jedes kleine Detail in Ricas Leben beschreiben musste und zwischen den Kapiteln auch einfach mal ein wenig Freiraum war. Das hat dem Ganzen etwas "Leichtes" verpasst, denn der Schreibstil ist ansonsten sehr lebhaft und ermöglicht es einem, sich Ricas Welt gut vorzustellen.
Wegen diesem Freiraum geht die Geschichte auch eigentlich relativ flott heran und es entwickelt sich schnell eine interessante Story, die viele, viele Fragen aufwirft, sodass man teilweise meint, unter all den ungeklärten Sachen zu ersticken. Es passieren viele mysteriöse Dinge, auf die man zu gerne eine Antwort wüsste, und so fiebert man mit Rica mit - besonders, weil man nie weiß, wem man jetzt eigentlich glauben kann und wer totalen Stuss erzählt.
Womit wir bei den Charakteren wären. Diese sind alle ziemlich vielseitig und keiner scheint dem anderen zu gleichen. (Abgesehen von der Tatsache, dass jeder irgendein beliebiges (dunkles) Geheimnis zu haben scheint, aber das ignorieren wir jetzt mal. *hust*) Neben Rica, der Protagonistin, die alles andere als ein eingeschüchtertes, vielleicht sogar verschrecktes Mädchen ist, gibt es noch Eliza und Robin - beides Mitschüler -, Lars der Kletterlehrer und allen voran Frau Jansen - die Schulpsychologin, die jeglichen anderen Eindruck als den einer guten Psychologin erweckt.
Wie gesagt, ich finde alle Charaktere sehr interessant und auch die Entwicklungen, die sie hinlegen, die Entscheidungen, die sie treffen etc., passen gut zu ihnen - ich kann an der Stelle nicht auf jeden einzelnen eingehen, weil ich das längentechnisch sonst nicht hinbekomme - allerdings habe ich einfach nicht eine wirkliche Bindung zu ihnen gekriegt. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, das ist mir selbst nach Beenden des Buches noch ein Rätsel. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn das Buch aus der Ich-Perspektive von Rica, statt aus der dritten Person geschrieben wäre, weil man dann noch einen besseren Einblick in ihre Gedanken bekommen hätte. Teilweise gibt es noch Szenen, die aus Elizas Perspektive geschrieben sind, die man aber fast hätte weglassen können, um das ganze noch spannender zu machen. Allerdings hätte das wahrscheinlich den Zugang zu den Charakteren nur noch schwieriger gemacht, also hat die Autorin das wahrscheinlich doch ganz gut gewählt.
Tja - wieso ist das Buch dann "bloß" mittelmäßig weggekommen? Ganz "einfach" - wegen dem Ende. Das war für mich leider nicht nur völlig unbefriedigend, sondern auch noch unrealistisch bzw. aus zu vielen Zufällen bestehend. Darauf kann ich leider nicht weiter eingehen, ohne zu spoilern. 
Was mich auch noch gestört hat, war die Beantwortung von den ganzen Fragen, die ich mir im Laufe des Buches zu Unmassen gestellt habe. Diese Beantwortung gibt es nämlich nicht. Stattdessen werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Ja, es wird eine Fortsetzung geben, aber nachdem so auf diesen Showdown hingearbeitet wurde, bin ich einfach nur enttäuscht und fast ein wenig "beleidigt", wenn man es so ausdrücken kann. Es hätte mir persönlich einfach viel, viel besser gefallen, wäre das Buch in sich abgeschlossen gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich trotzdem auf ein weiteres Abenteuer mit Rica eingelassen hätte. Aber nun gut - das Leben ist kein Wunschkonzert, und trotz allem konnte mir das Buch ja doch einiges an Lesevergnügen bereiten!


"Optimum: Blutige Rosen" ist ein Buch, das mit unglaublicher Spannung und noch unglaublicherem Schreibstil punkten kann. Den Charakteren hingegen fehlt es leider ein wenig an Dreidimensionalität und das Ende war für mich komplett unbefriedigend. Deshalb konnte mir das Buch nur mittelmäßiges Lesevergnügen bereiten, den zweiten Teil, der im März erscheint, werde ich aber wahrscheinlich lesen.


Titel: Optimum: Blutige Rosen
Broschüre: 352 Seiten
Verlag: Egmont Ink
Reihe: 1/3
Preis: 14,99€
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Titel: Optimum: Kalte Spuren
Broschüre:  352 Seiten
Verlag: Egmont Ink, März 2013
Reihe: 2/3
Preis: 14,99€

Freitag, 11. Januar 2013

[Rezension] Der Mädchenmaler - Monika Feth

Ahoi ihr Lieben und sorry, dass es die Woche über ein wenig still war! Ich hatte Dienstag eine Bio-, Mittwoch eine Geschichts- und heute eine Französischarbeit. Alles Fächer, bei denen ich viel lernen muss. Und die nächste Woche kommt mein absolutes Hassfach - Physik - dran, was für eine Freude. Verzeiht mir bitte, dass ich nur mal eben herkomme, um nen Post zu schreiben. XD


Jette und Merle sind froh über ihren neuen Mitbewohner Mike. Sie haben endlich das Zimmer von Caro, einer ermordeten Freundin, wieder vermutet und sind nun voller Hoffnung, ein bisschen mehr über ihren Tod hinwegzukommen. Mikes Freundin, Ilka, scheint auch nett zu sein - auch wenn sie irgendetwas hat, was sie weder Jette und Merle noch Mike erzählen will. Irgendein Geheimnis, das sie immer wieder bedrückt, wegen dem sie extra zur Therapie gehen muss. Und bevor die drei hinter ihr Geheimnis kommen können, verschwindet Ilka... und sie beginnen auf eigene Faust zu ermitteln.


Gleich im Voraus - mir (typisch ich) ist erst mittendrin aufgefallen, dass Monika Feth mehrere Bücher über Jette und Merle geschrieben hat und das hier nicht das erste ist. (Auch wenn ich es etwas seltsam finde, dass die beiden ständig in solche Kriminalfälle hineingeraten, aber gut, das hat nichts damit zu tun.) Trotz allem tut das keinen Abbruch - man braucht kein Vorwissen und muss die Bände also nicht hintereinander lesen. :)
Das ist daher auch nicht der Grund, warum es mir schwerfiel, in die Geschichte reinzukommen. Dies hat nämlich auch mehrere Gründe - zum einen der, dass der Anfang sich ziemlich, ziemlich zieht. Erst um Seite 160 rum wird Ilka "endlich" entführt - und das ist bereits fast die Hälfte des Buches!! Ich sage nicht, dass der Anfang schlecht ist. Man bekommt einen guten Einblick in die Figuren und lernt sie alle gut kennen, aber es ist einfach zu lang und zu gewöhnlich! Meiner Meinung nach hätte man diesen Aspekt kürzen können und müssen. 
Der zweite Grund ist der, dass das Buch aus unglaublich vielen Perspektiven besteht. Leider auch aus welchen, deren Sinn ich bis zum Ende nicht einsehe. Die man sich einfach hätte sparen können, weil sie unnötig sind. Vor allem am Anfang war ich ziemlich verwirrt und brauchte auch eine Weile, bis ich endlich alle Charaktere auf dem Schirm hatte...
Nachdem man diese beiden "Schwierigkeiten" aber überwunden hat, wird das Buch richtig gut! Was ich zusätzlich interessant finde: Man weiß von Anfang an, wer Ilka entführt. Man erfährt auch gleichzeitig mehr über ihren Entführer und ihr dunkles Geheimnis und das hat mir richtig gut gefallen. Zwar war ich anfangs auch skeptisch, ob das nicht sämtliche Spannung nimmt, aber die Befürchtung war völlig umsonst. Es war trotzdem spannend und wie gesagt, ich wollte weiterlesen. Wollte mehr über Ilka erfahren.
Die Charaktere für sich sind alle interessant. Vielleicht nicht immer großflächig originell und nicht so tiefgründig wie manch ein anderer, aber sie sind auf jeden Fall "gut genug", man kommt mit ihnen gut klar und ich hatte nie Probleme mit ihnen. Selbst Ilkas Entführer hat mir auf irgendeine Art und Weise "gefallen", auch wenn ich das, was er getan hat, letzten Endes ziemlich erschreckend fand.
Die Geschichte bekommt durch die Entführung einen guten Spannungsbogen, den Frau Feth aber leider nicht ausgeschöpft hat. Leider passieren zu viele Dinge durch Zufall, Jette, Merle und Mike spekulieren in meinen Augen viel zu viel und - das "Schlimmste" - es ist zu schnell vorbei. Das meine ich in dem Fall leider nicht so, dass ich noch viel mehr von den Vieren hätte lesen können, - auch wenn das ebenfalls zutrifft - sondern so, wie es da steht. Auf einmal war das Ende da. Zehn Seiten Wendepunkt und dann aus. Ich saß bloß noch da und dachte mir: Hä? Veräppelt die mich jetzt? Das soll das jetzt gewesen sein? Die große Enthüllung? Der Showdown? Nope, es gab leider weder das eine noch das andere. Und das ist wirklich, wirklich schade, weil der Leser dadurch einfach das Gefühl bekommt, dass was fehlt. Ich verstehe, dass der ein oder andere Autor offene Enden bevorzugt, aber na ja, ich hätte schon gern ein paar Handlungsstränge zu Ende geführt. ôo Vielleicht müsste ich wirklich auch die anderen Bücher von Monika Feth lesen, wer weiß.
Auf jeden Fall habe ich aber mit den Charakteren mitgelitten und mitgefiebert; ich war gespannt, ob sie Ilka auf die Spur kommen und wie das Ganze aufgelöst wird. 


"Der Mädchenmaler" ist ein Buch, das durch gute Charaktere und eine interessante Idee besteht. Leider ist der Anfang zu lang und das Ende zu kurz, außerdem sind ein paar Dinge zu weit hergeholt, sodass das Buch mir nur mittelmäßiges Lesevergnügen bereiten konnte. Vielleicht fällt mir ja eines Tages noch ein weiteres Monika-Feth-Buch in die Hände, mal schauen. ;)


Titel: Der Mädchenmaler
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: cbt
Reihe: indirekt ja, gibt mehrere Bücher mit Jette und Merle
Preis: 8,95€
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Sonntag, 6. Januar 2013

Anmerkung

Ganz kurze Anmerkung. Und zwar ist es sehr gut möglich, dass wir bis Freitag keine neuen Rezensionen posten können, da die erste Woche nach den Ferien immer etwas stressig ist...
Ich hoffe, eure Woche wird gut :)
glg Bella & Denise

[Rezension] Riley Blackthorne: Die Dämonenfängerin 2, Seelenraub - Jana Oliver

ACHTUNG! Da es mir unglaublich schwer gefallen ist, schon für diesen Band nicht zu spoilern rate ich euch, diese Rezension nicht zu lesen, wenn ihr den ersten Band noch nicht kennt!


Deutsche Ausgabe 
Während Riley Blackthorne, Dämonenfängerin in Ausbildung noch immer versucht, den Weihwasserbetrüger und ihren Vater ausfindig zu machen, scheint die Welt sie zu verspotten.
Ihr Freund, Simon will plötzlich nichts mehr von ihr wissen und ein geheimnisvoller Fremder Namens Ori macht ihr das Leben schwer. Zu allem Überfluss macht es sich Denver Beck, der Partner ihres verstorbenen Vaters,  zu seiner Aufgabe, Riley zu bevormunden wo er nur kann.
Während die Geschehnisse sich immer weiter ineinander verstricken und sogar die Dämonenjäger des Vatikans auftreten, ist sie fast schon so weit Atlanta freiwillig zu verlassen.
Der Kampf gegen die Höllenbrut entwickelt sich in ungeahnte Bahnen, während Riley folgenschwere Entscheidungen zu treffen hat.


Idee/Handlung

Dazu kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen, weil es ein zweiter Band ist. Geschickt hat Jana Oliver die Handlungsstränge aus Band 1 aufgegriffen und weitergeführt, hin und wieder neue hinzugefügt, die dem Ganzen eine atemlose Spannung verleihen.
Es gab Szenen, in denen wollte man sich für Rileys Dummheit am liebsten selbst Ohrfeigen, in anderen hingegen war man traurig zu sehen, was alles passieren kann.
Ich persönlich sehe den ersten Band weniger als Band, sondern viel mehr als eine Art Vorgeschichte. Denn die Reihe fängt meiner Meinung nach erst in diesem Band so richtig an!
Was allerdings problematisch war, war die Kurzbeschreibung. Ich war kurz davor, den Klappentext zu übernehmen, da ich Angst hatte, zu viel zu spoilern. Ende gut alles gut – nicht wahr?
Das ist eine Sache, die man man von diesem Band nicht behaupten kann. Es endet mit einem grausamen Cliffhanger, der einen quasi dazu drängt, den dritten Band zu kaufen.
Schwer zu sagen, ob ich das gut, oder schlecht finden soll…

Charaktere

Wie schon in Band eins zähle ich Denver Beck zu einer meiner absoluten Lieblingscharaktere. Er ist einfach ein liebenswerter Schwachmat mit einem Hang zum Kontrolle plus ein Quäntchen Aggressionspotential.
Englische Ausgabe
Seine Äußerungen sind wie gewohnt spitz und witzig, aber auch besorgt um Riley. Man merkt, dass sie ihm etwas bedeutet, was ihm mehr Tiefgang verleiht als so manch andere Charaktere.
Auch Riley verliert nichts an ihrem Tiefgang und ist in diesem zweiten Band sogar noch stärker. Man kann ihre Entwicklung verfolgen, ihre Fehler und Handlungen verstehen.
Auch die anderen Charaktere sind für Nebencharaktere wirklich gut aufgebaut, was man von anderen Büchern nicht behaupten kann.
Durch die Bank Facettenreiche, dreidimensionale Charaktere über die man eigentlich nicht meckern kann.

Schreibstil

Während der „Allerweltsschreibstil“ aus Band eins beibehalten wird, kann man mittlerweile allerdings auch von Wiedererkennungswert sprechen. Noch hat Jana Oliver keinen markanten, charakteristischen Schreibstil entwickelt, aber das wird schon noch.
Das Buch lässt sich flüssig runter lesen, sobald man sich nach wenigsten Seiten an den Stil der Erzählerperspektive gewöhnt hat.


Wer die vorangegangene Rezension zu „Aller Anfang ist Hölle“ gelesen hat, wird den Wandel zu dieser hier wahrscheinlich nicht verstehen. Dennoch ist der Titel des ersten Bandes mehr als gut gewählt – während der erste Band so la la ist und man ihn wirklich nicht lesen muss, ist der zweite Teil einfach grandios.
Ich kann euch nicht sagen, wieso ich momentan so verschossen in dieses Buch bin, aber ich habe wirklich große Verbesserungen festgestellt.
Der Leser wird Kopfüber zurück nach Atlanta geschubst, ein stiller Beobachter, der sich so manches Mal wünscht, Jana Oliver hätte in dem Abschnitt doch lieber über Charakter xy geschrieben, statt über yz. Ich muss sagen, dieser zweite Band ist eine riesige Verbesserung und ich freue mich schon auf den dritten Band, der im März erscheinen soll.
Mitunter, weil ich es ihr üble nehme, so viel zu einer ganz bestimmten Charaktere zu sein und ich endlich will, dass es dieser besser geht.



Titel: Aller Anfang ist Hölle
Reihe: Die Dämonenfängerin
Art: Taschenbuch
Preis: 9,99€
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Titel: Forsaken
Reihe: The Demon Trappers
Art: Taschenbuch
Preis: 8,10€
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Titel: Seelenraub
Reihe: Die Dämonenfängerin
Art: Gebunden
Preis: 16,99€
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Titel:  Forbidden
Reihe: The Demon Trappers
Art: Taschenbuch
Preis:  8,30€

Samstag, 5. Januar 2013

[Neuzugänge] Es weihnachtet im Januar

Hallo ihr Lieben ^_^
Okay, mein Weihnachten ist etwas verspätet da. Wahrscheinlich könnt ihr das Wort Weihnachten schon nicht mehr hören, auch ich bin gedanklich noch irgendwo im Fresskoma. :D (Das allerdings von letzter Nacht  kommt - Filmabend mit zu vielen Süßigkeiten. :D) Aber na ja, irgendwie ist Januar mein Weihnachten (schon wieder dieses böse Wort) geworden. Das hier mag vielleicht für den ein oder anderen keine große Masse an Neuzugängen sein, für mich gleicht es allerdings einer Sturmflut. Ein Reziexemplar kommt im Laufe des Monats auch noch auf jeden Fall dazu und ich habe noch zwei weitere angefragt... ja, Januar erwartet irgendwie nicht von mir, dass ich mich vor die Tür bewege. Meine Aktivität wird sich wahrscheinlich auf fünf Dinge beschränken: Essen, Lernen, Lesen, Rezensieren, Schlafen. Mehr braucht man ja auch nicht, nech.
Okay, genug gelabert. XD Das hier sind die Schätze:




Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben. Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat. Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt.

Linna singt habe ich zu Weihnachten bekommen, da ich von Bettina Belitz sehr gerne lese und die Geschichte sich echt interessant anhört. Das Buch selbst muss sich noch ein wenig gedulden, bis es gelesen wird, aber ich freue mich schon drauf. :)



Stell dir vor, du glaubst, dass du schon mal gelebt hast. Stell dir vor, du hast Visionen von einem Jungen, der in einem früheren Leben deine große Liebe war. Stell dir vor, du denkst, dass dieser Junge jetzt wieder lebt. Was würdest du tun? Für die 17-jährige Haven ist die Antwort klar: Sie muss diesen Jungen unbedingt finden! Hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft und Zweifeln lässt Haven sich auf eine schicksalhafte und sehr gefährliche Affäre ein.

ACHTUNG! Kann ohne Vorwissen des ersten Bandes Spoiler enthalten.

Vor einem Jahr sind Haven und Iain nach Rom geflohen und haben so alle Probleme hinter sich gelassen. Doch das unbeschwerte Leben ist nicht von Dauer, denn Havens bester Freund Beau ist plötzlich verschwunden. Kann es sein, dass er in eine Falle gelockt wurde? Sofort brechen die beiden nach New York auf, um ihn zu suchen. Dort machen sie Bekanntschaft mit den Horen, einer Gruppe geheimnisvoller Schwestern, die seit Jahrhunderten versuchen, den teuflischen Adam Rosier zu zerstören. Um Beau zu retten, muss Haven Adam verführen und ihn in das Versteck der Horen locken. Aber der Plan ist äußerst gefährlich und je näher Haven ihrem Feind kommt, desto mehr verfällt sie seinem Zauber ... Wie weit wird sie gehen für die Menschen, die sie liebt?

Ja... das mit den beiden ist so eine Sache. :D Ich war mit einer Freundin in einem  Buchladen und hab sämtlichen Büchern erfolgreich widerstanden, bis sie mich überredete, auch eins zu kaufen. XD Also hatte ich schnell "Alles ist ewig" in der Hand, umgedreht, als günstig und interessant befunden und gekauft. Dass es ein zweiter Teil ist, habe ich erst später registriert... Also habe ich mir den ersten einfach auch bestellt. Weil der mir eh was sagt und ich das schon mal lesen wollte. :P Die Amazonbestellung konnte aber nicht einfach so karg ausfallen, also... ^-^


ACHTUNG! Kann ohne Vorwissen der ersten drei Bände Spoiler enthalten.

Morgan ist geschockt: Mit einer klaffenden Wunde in der Kehle ist Hunter die Klippe hinuntergefallen. Hat er den Sturz in den eiskalten Fluss überlebt? Der Gedanke, womöglich für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein, lastet sehr auf Morgan. Doch nicht nur das – Cal gesteht ihr, dass er genau wie sie von den Woodbanes abstammt und davon schon sein Leben lang gewusst hat. Warum hat er sie angelogen? Als sich Morgan in ihrem Hexenzirkel nicht mehr sicher fühlt, sucht sie entschlossen nach Antworten …
(Die restlichen Klappentexte könnt ihr von mir aus googlen, ich will mich an der Stelle nicht selber spoilern. :D)

Ja... ich bin Fan der Reihe, zugegeben. XD Obwohl die Bücher echt unverschämt kurz (und groß gedruckt...) sind und dass die Reihe vollendet (im Englischen) glaub 15 oder 16 Bände hat, macht die Sache nicht besser... Was macht Bella in so einem Fall? Richtig, ihre Mutter anstecken, damit sie nur die Hälfte zahlen muss. Mutter will jetzt nämlich auch wissen, wie es mit Morgan und Cal weitergeht. :D

So - nun zu euch.
Welche von meinen Neuzugängen kennt ihr, welche sind O la la und welche So la la? :D Und wärt ihr überhaupt an Rezensionen zu den drei "Das Buch der Schatten" Bücher interessiert? Ich würde die normalerweise nicht rezensieren, da es einfach relativ fortgeschrittene Folgebände sind und ich nicht weiß, ob die jemand liest, von daher - hätte jemand Interesse an Rezensionen zu denen?
Und zuletzt ganz obligatorisch: Was gab's bei euch büchertechnisch zu Weihnachten? :D Ich will alles wissen, alles! ^_^

Mittwoch, 2. Januar 2013

[Rezension] Nichts: Was im Leben wichtig ist - Janne Teller

Originaltitel: Intet


Es ist eigentlich ein ganz normaler erster Schultag in der 7A - bis Pierre Anthon aufspringt und die Schule verlässt, weil er meint, dass nichts etwas bedeutet und es sich deshalb nicht lohnt, irgendetwas zu tun. Seitdem sitzt er in einem Pflaumenbaum und ruft seinen Mitschülern zu, wieso sie überhaupt noch in die Schule gehen, und obwohl diese versuchen, ihn zu ignorieren, kriegen sie seine Worte doch nicht aus dem Kopf. Als Erstes versuchen sie, Pierre Anthon mit Gewalt vom Baum zu holen, aber als alles Tun nichts bringt, beschließen sie, die Bedeutung zu finden. Und so fangen sie an zu sammeln. Dinge, die in ihrem Leben Bedeutung haben. Aber was harmlos anfängt, wird bald bitterer Ernst. Es gehen nicht nur mehr die Haare von Marie Ursula drauf, selbst Jesus wird vom Kreuz geholt - und noch viel schlimmere Dinge...




"Denn alles fängt nur an, um aufzuhören. In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben."
(Nichts: Was im Leben wichtig ist, Pierre Anthon, S. 11, Z. 11-13)


Ich habe bei dem Buch so ziemlich alles erwartet, außer letzten Endes das, was mich erwartet hat. Es fällt mir schwer, diese Rezension zu schreiben, vielleicht, weil das Buch bloß 144 Seiten hat, vielleicht auch, weil ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Ich kann nicht recht sagen, was ich erwartet habe, als ich den Klappentext gelesen habe. Vielleicht eine mitreißende, eine berührende Geschichte. Beides habe ich gefunden, bloß nicht so, wie ich es gedacht hätte.
Erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Agnes. Man bekommt im Laufe des Buches kaum etwas von ihr mit, das Wort "Ich" wird ganz selten verwendet und größtenteils beschrieben, was die anderen machen. Das ist der Punkt, der mich an dem Buch gestört hat. Ich hätte gerne noch mehr Tiefe gehabt, sodass speziell Agnes' Verhältnis zu dem Ganzen genauer zu Worte gekommen wäre. Ansonsten hätte man mMn auch einfach einen unpersönlichen Erzähler wählen können. Ich fand es außerdem sehr verwirrend, ob sämtliche Schüler gar kein Leben außerhalb haben - das Buch streckt sich über ein gesamtes Schuljahr und nie werden Klausuren oder ähnliches erwähnt und kein einziger Schüler scheint je auch nur einen Finger krumm zu machen für irgendetwas Schulisches.
Das Buch gibt etwas Steriles von sich, etwas Unberührtes, aber es ist um Gottes willen keine leichte Kost. Man muss von den ersten Seiten mitdenken und besonders bei dem, was Pierre Anthon sagt, habe ich oft innegehalten und überlegt, ob er recht hat.
Nach einer Weile geht dann auch die Geschichte los und die ganzen Gegenstände für den Haufen der Bedeutung gesammelt. Es fängt ziemlich harmlos an und ich hielt es noch für einigermaßen in dem Rahmen, was eine Schulklasse auf die Beine stellen kann. Mit der Zeit wird es allerdings übel. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Ich saß vor dem Buch und wollte nicht glauben, dass so etwas sein kann. Dass so etwas überhaupt passieren könnte. Ich hielt es für total unrealistisch, weil die Dinge, die die Schüler "opfern" sollten, wirklich Übelkeit in mir verursacht haben. (Ich kann diese Dinge nicht genauer nennen, ohne zu spoilern - wer es wissen will, muss einfach googeln. Das Buch ist so umstritten wie kaum ein anderes.) Irgendwann im Laufe des Buches kam dann mein Aha-Moment. Was wohl für mich unglaublich schockierend war. Denn ich habe begriffen, dass es eben kein Mist ist, den Janne Teller da beschreibt. Ja, vielleicht ist es an der einen oder anderen Stelle tatsächlich etwas zu tiefgründig für eine siebte Klasse, aber ich dachte mir: Guck dich um. Du siehst doch, wozu die Menschen heutzutage fähig sind. Das war wohl der Moment, in dem ich realisiert habe, wie tiefgreifend das Buch wirklich ist. Dass es nicht unmöglich ist, dass so etwas passiert.
Ich habe selten über ein Buch so viel nachgedacht, selten habe ich davor gesessen, einfach mit einem schockierten Gesichtsausdruck und sogar mit leichtem Übelkeitsgefühl im Magen. Das ist wohl ein Buch, das ist nicht so schnell vergessen werde...



"Nichts" ist ein schockierendes Buch, das nicht zu Unrecht umstritten ist. Es bewegt sich auf einer philosophischen, aber gleichzeitig auch unglaublich schockierenden Ebene und regt unglaublich zum Nachdenken an. Einzig allein die Tatsache, dass ich es teilweise ein wenig zu "unpersönlich" fand, gibt einen kleinen Punktabzug. Ansonsten kann ich es nur empfehlen.


Titel: Nichts: Was im Leben wichtig ist
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Hanser
Reihe: -
Preis: 12,90€
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